Zurück in die Zukunft?

Deine Berufswünsche musst du nicht zwingend aus deiner jetzigen Lebenssituation ableiten. Wie wäre es, sie von einer Vorstellung deiner Zukunft abzuleiten?

Du darfst gerne fantasieren und dich zum Beispiel als Chefchirurg_in einer großen Klinik entwerfen, der/die am Wochenende mit Lebenspartner_in und zwei Kindern im Park picknickt.

  • Wie wünsche ich mir meine Zukunft?

    Stell dir einfach folgende Fragen – unabhängig von deiner aktuellen Ausgangslage:

    • Wie soll mein Leben in zehn oder zwanzig Jahren aussehen?
    • Wie will ich dann meinen Alltag verbringen und mit welchen Menschen?
    • Was ist mir für meine Zukunft wichtig?

    Deine kleinen und großen Lebensträume listest du entweder untereinander, schreibst eine Geschichte daraus oder stellst sie bildhaft dar. Du kannst zum Beispiel eine Collage aus Zeitungsbildern, eigenen Zeichnungen und Fotos zusammenstellen. So wird der Entscheidungsprozess über deine Zukunft kreativ und spielerisch.

    Am Ende ersetzt das natürlich nicht die konkreten Schritte –beispielsweise einen Lebenslauf zu formulieren. Eine gute Orientierungshilfe ist so ein Kunstwerk aber allemal!

  • Zielbaum Traumberuf

    Ein Zielbaum hilft dir bei der Formulierung und Umsetzung deiner beruflichen Wünsche. Eine abstrakte Idee wird dabei immer weiter heruntergebrochen, bis du zu einer konkreten Handlungsempfehlung kommst.

    Sind für deinen Berufswunsch unterschiedliche Kompetenzen erforderlich? Zum Beispiel Sprachkenntnisse, Teamarbeit oder der Umgang mit bestimmter Software?

    Mit einem Zielbaum behältst du den Überblick. Er ordnet deine Gedanken und macht dich handlungsfähiger. Denn an ihm siehst du auf einen Blick, wann welche Entscheidung oder Handlung von dir notwendig wird. So kannst du deine Fortschritte auf dem Weg zum Ziel jederzeit überprüfen. 

    Wie sieht das aus?
    Zum Einstieg zwei grafische Beispiele - so könnte ein fertiger Zielbaum aufgebaut sein. Beide Beispiele findest du übrigens auch als PDF zum Download in unserer schlauen Box!

    Grafik 1 zum Zielbaum, Beispiel "Zielbaum Friseurin"

    Grafik 2 zum Zielbaum, Beispiel "Zielbaum kultureller Austausch"

    Wie funktioniert das?
    Ganz oben in die Baumkrone schreibst du dein berufliches Ziel. Das kann bereits eine konkrete Berufsbezeichnung sein oder noch eine ungefähre Richtungsvorstellung.

    Beispiele: „Friseur_in“ oder „Ich will alten Menschen helfen"

    Von diesem Ziel ausgehend stellst du nun Fragen, die den "Weg zum Ziel" betreffen.

    • Beispiele: „Was muss ich in Deutschland tun, um Friseur_in  zu werden?“ oder „Welche Berufsbilder passen zu meinem Wunsch alten Menschen zu helfen?“

    Sobald du die entsprechenden Antworten recherchiert hast, gehören auch diese in deinen Zielbaum.

    • Beispiele: „Absolviere eine dreijährige Ausbildung zum_r Friseur_in" oder „Altenpflege(helfe)r_in"

    Du konkretisierst also deinen Wunschberuf solange weiter, bis du genau weißt, wann du welchen Schritt einleiten musst.

    • Beispiele: „Berufsberatung aufsuchen und fragen, wo ich den Hauptschulabschluss nachholen kann“ oder „Berufsprofile von Altenpflege(helfe)rn_innen durchlesen“.