Wann informiere ich den Betrieb?

Sobald du deinen Arbeitgeber über deine Schwangerschaft informiert hast, gilt für dich der besondere Arbeits- und Kündigungsschutz des Mutterschutzgesetzes (kurz MuSchG, PDF-Download), übrigens auch während der Probezeit.

Sobald du dir deiner Schwangerschaft sicher bist und das Kind bekommen möchtest, teilst du das also möglichst bald deinem Arbeitgeber mit – und zwar am besten schriftlich!

Dein Arbeitgeber darf eine ärztliche Bestätigung über deine Schwangerschaft und den Geburtstermin verlangen, die Kosten dafür muss er allerdings selbst übernehmen (siehe in § 5 Abs. 3 MuSchG, PDF-Download).

Du kannst deinen Arbeitgeber um vertrauliche Behandlung bitten, denn ohne dein Einverständnis darf er niemandem von deiner Schwangerschaft erzählen.

Einzige Ausnahmen sind Betriebsrat bzw. Personalrat, Werksfürsorge und Aufsichtsbehörde – sie alle muss der Arbeitgeber informieren, aber auch für diese Anlaufstellen gilt die Verschwiegenheitspflicht (siehe in § 5 Abs. 1 Satz 4 MuSchG, PDF-Download).

Männer haben übrigens ähnliche Rechte: Ist absehbar, dass du als Vater für die Elternzeit deine Ausbildung unterbrechen willst, solltest du deinen Arbeitgeber informieren. Auch gegenüber Vätern gilt die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitgebers!