ver.di Jugend informiert: Duales Studium

Das duale Studium ist eine hervorragende Kombination aus wissenschaftlich-theoretischer und betrieblich-praktischer Ausbildung.

Besonders im Vergleich mit vielen Fachhochschulstudiengängen schneiden duale Studiengänge häufig besser ab.

Auch dein Lebensunterhalt ist deutlich besser abgesichert als in einem „herkömmlichen“ Studium. Damit du dich auf das – vergleichsweise zeitintensiverere – duale Studium konzentrieren kannst, erhältst du üblicherweise von deinem Arbeitgeber eine Vergütung.

Verbindliche Vereinbarungen mit entsprechenden Partnerbetrieben sorgen außerdem dafür, dass die Ausbildung zum Nutzen des_r Praktikanten_in einen zeitlich größeren Anteil der betrieblichen Praxisphase einnimmt, als die Regelarbeit zum Nutzen des Unternehmens.

Andere Aspekte des dualen Studiums hingegen sehen wir als ver.di Jugend kritisch - mehr dazu in den folgenden Abschnitten.

  • Sozialversicherung gleichgestellt

    Lediglich bei der Sozialversicherungspflicht fand eine Angleichung statt: Zum 01. Januar 2012 wurden alle dualen Studiengängen gleichgestellt, seither gelten steuer- und sozialversicherungsrechtlich dieselben Vorgaben wie bei der klassischen Ausbildung.

    Siehe dazu Sozialgesetzbuch (SGB) Sechstes Buch (VI) §1 Absatz 4: „Teilnehmer an dualen Studiengängen stehen den Beschäftigten zur Berufsausbildung im Sinne des Satzes 1 Nummer 1 gleich.“

  • Keine Tarifregelung

    Beim Stichwort „Entgelthöhe“ sind Studierende fast immer auf den guten Willen der Partnerbetriebe angewiesen, weil gesetzliche Regelungen dazu fehlen.

    Immer mehr Gewerkschaften versuchen daher, dual Studierende tariflich zu verankern. Dem vorzuziehen wäre freilich eine allgemeine staatliche Studienfinanzierung.

  • Keine Vergleichbarkeit

    Duale Studiengänge fallen nicht in den Kompetenzbereich des Bundes. Konkrete Ausbildung und Abschlüsse sind länderspezifisch unterschiedlich geregelt.

    Darunter leiden Vergleichbarkeit und Anerkennnungsmöglichkeiten der dualen Abschlüsse – insbesondere bei einem anschließend geplanten Hochschulstudium.

    Auch anfallende Studiengebühren und ggf. ihre Höhe differieren je nach Bundesland.