Übernahme

Für dein weiteres Arbeitsleben ist Berufserfahrung enorm wichtig. Mit ihr findest du leichter einen neuen Arbeitsplatz. Zudem hast du, wenn du auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle bist, Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn du zuvor fest angestellt warst.

Spätestens drei Monate vor Ausbildungsende solltest du dich also über die für dich geltenden Konditionen zum Thema Übernahme informieren.

Ein Ausbildungsvertrag ist immer zweckbefristet. Es besteht daher kein Rechtsanspruch auf eine Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung. Manche Branchen regeln aber die Übernahme nach der Ausbildung durch ihren jeweiligen Tarifvertrag oder durch betriebliche Vereinbarungen.

Entsprechend wirst du dann nach bestandener Abschlussprüfung tatsächlich übernommen – und zwar entweder für eine bestimmte Zeit oder sogar unbefristet!

Wenn dein Betrieb nachweislich über Bedarf ausbildet, kann er unabhängig von geltenden Vereinbarungen eine Übernahme ablehnen.

Sollte sich dein Arbeitgeber allerdings gar nicht zu einer Weiterbeschäftigung äußern, nimm Kontakt zu deiner Interessenvertretung auf. Gemeinsam erreicht ihr mehr - und eine befristete Übernahme ist immer noch besser als gar keine!

Mitglieder sind klar im Vorteil

Gewerkschaftsmitglieder werden in manchen Branchen auf Basis ihres entsprechenden Tarifvertrags (un)befristet übernommen.

Als JAV hast du laut Gesetz sogar eine Garantie auf unbefristete Übernahme, siehe in §78a Betriebsverfassungsgesetz (kurz BetrVG, PDF-Download) und in §9 Bundespersonalvertretungsgesetz (kurz BPersVG, PDF-Download)

Diesen Anspruch musst du in den letzten drei Monaten der Ausbildung schriftlich einfordern. Will dein Arbeitgeber dich nicht übernehmen, hat er dir das spätestens drei Monate vor Ausbildungsende mitzuteilen.

Bist du schwanger oder bereits Mutter geworden? Mehr Infos zur Übernahme mit Kind!

Und falls es mit der Übernahme gar nicht klappt, haben wir vielleicht einen „Plan B“ für dich: Schau dazu mal in unsere Infos zum gelungenen Berufseinstieg!