Rat & Betreuung

Im Betrieb solltest du von Anfang an eine_n feste_n Ansprechpartner_in haben. An diese Person kannst du deine Fragen richten, sie leitet dich an und sollte mit dir zu Beginn des Praktikums auch absprechen, was du im Laufe der Zeit (kennen)lernen willst. Zudem solltet ihr regelmäßig Erfahrungen, Anregungen sowie Sichtweisen, Hinweise und Bewertungen austauschen.

Gibt es für dich keine solche Anlaufstelle oder hast du spezielle Probleme zu lösen? Dann wende dich an deine betriebliche Interessenvertretung - mehr Infos dazu findest du in den folgenden Abschnitten!

  • Interessenvertretung im Praktikum

    Wenn du das Gefühl hast, als billige Arbeitskraft ausgenutzt zu werden, wehrst du dich, indem du auf deine Situation aufmerksam machst.

    Zunächst solltest du deinem_r Praktikumsbetreuer_in oder Arbeitgeber_in das Problem direkt schildern.

    Wenn z. B. der Arbeitsanteil den Lernanteil übersteigt, der gesetzlich vorgeschriebene Urlaub nicht gewährt wird oder falls regelmäßig Überstunden anfallen, solltest du ein klärendes Gespräch mit deinen Vorgesetzten suchen.

    Ändert sich die Situation nicht, sind in größeren Unternehmen der Betriebsrat (kurz BR) bzw. Personalrat (kurz PR) oder deine Jugend- und Auszubildendenvertretung (kurz JAV) deine Vertrauenspersonen und Ansprechpartner_innen.

    Anderenfalls solltest du dich an die zuständige Gewerkschaft wenden.

  • Letzte Ausfahrt: Kündigung?

    Wenn deine Beschwerde auf taube Ohren stößt oder mit dem Hinweis abgetan wird, das sei „branchenüblich“, kannst du das Praktikum abbrechen.

    Falls du dich tatsächlich zur Kündigung entscheidest, solltest du dich nach einem neuen Praktikumsplatz in einem anderen Unternehmen umsehen.

    Um die Chancen auf ein gutes Praktikum zu erhöhen, hilft dir der Praktika-Check der DGB-Jugend!