Prüfungen

Auf dem Weg zum erfolgreichen Ausbildungsabschluss erwarten dich die Zwischenprüfung und die Abschlussprüfung. Gelegentlich wird der erste Teil der Abschlussprüfung ersetzt, in diesem Fall wird die Note der Zwischenprüfung in deine Abschlussnote eingerechnet. Solltest du an einem der Prüfungstage krank sein, benötigst du unbedingt ein ärztliches Attest.

Beide Prüfungen sind in den meisten Bundesländern zentral organisiert. Zur Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Abschlüssen werden sie gleichzeitig und mit einheitlichen Prüfungsinhalten abgenommen, üblicherweise durch die Industrie- und Handelskammern (kurz IHK) oder die Prüfungsausschüsse der Handwerkskammern.

  • Zwischenprüfung

    Die Zwischenprüfung findet etwa nach der Hälfte deiner Ausbildungszeit statt, ist Voraussetzung für die Abschlussprüfung und testet in erster Linie deinen bisherigen Lernfortschritt. Schriftlich oder mündlich werden dazu Inhalte aus deiner praktischen und theoretischen Ausbildung abgefragt. Mit sehr gutem Ergebnis kannst du möglicherweise deine Ausbildung verkürzen, frag dazu am besten deine_n Ausbilder_in.

    Sofern sie nicht in deine Abschlussnote eingerechnet wird, musst du die Zwischenprüfung allerdings gar nicht bestehen. Ein schlechtes Ergebnis weist trotzdem darauf hin, dass die bisherigen Ausbildungsziele noch nicht erreicht wurden. Es sollte dir also Grund zum Umdenken geben. Auch so einen Fall besprichst du am besten mit deinem_r Ausbilder_in oder mit deiner Interessenvertretung. Zusätzlich gibt es von der Bundesagentur für Arbeit verschiedene ausbildungsbegleitende Hilfen (kurz abH), z.B. Nachhilfe oder pädagogische Betreuung.

  • Abschlussprüfung

    Deine Abschlussprüfung markiert das Ende deiner Ausbildungszeit, im Handwerk heißt sie auch Gesellenprüfung. Ein zentraler Prüfungsausschuss korrigiert die Prüfung und wenn alles glatt läuft, bekommst du schließlich von deinem Betrieb, der zuständigen Stelle und von deiner Berufsschule jeweils ein Abschlusszeugnis. Im Erfolgsfall endet dann deine Berufsausbildung mit Bekanntgabe der bestandenen Abschlussprüfung.

    Zur Zulassung musst du deinen Teilnahmenachweis zur Zwischenprüfung und dein vollständiges Berichtsheft vorlegen. Insgesamt kannst du drei Mal zur Prüfung antreten, allerdings nur innerhalb eines Jahres. Bei Wiederholung werden glücklicherweise nur noch die nicht bestandenen Fächern abgefragt. Bleib also ganz locker, du schaffst das!