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06.01.2017

Vorsätze sind gut – sie umzusetzen, ist besser

  • Voll motiviert ins neue Jahr!

So legt ihr den inneren Schweinehund an die Kette

„Im neuen Jahr wird alles anders: Da werde ich endlich mal…“ Wer kennt das nicht: Zu Silvester fassen viele von uns gute Vorsätze. Und im neuen Jahr hapert es dann doch wieder bei der Umsetzung. Wir haben euch Techniken und Tipps zusammengetragen, wie eure Vorhaben Realität werden.

Das Abi nachholen, den Konflikt mit der Kollegin angehen, einen neuen Job suchen: gesagt, getan? In der Praxis sieht das leider oft nicht ganz so einfach aus. Trotzdem: Bleibt dran! Ein paar Tricks sind dabei durchaus erlaubt und machen den Weg zum Ziel schon deutlich leichter.

Hürden beiseite räumen
Überlegt euch vorab ganz genau, welche Dinge ihr vielleicht braucht oder was ihr in eurem Umfeld verändern müsst, damit eure Planung klappt. Sagen wir mal, ihr wollt euer Abi nachholen: Braucht ihr dafür erstmal einen größeren Schreibtisch, an dem ihr vernünftig arbeiten könnt? Besorgt ihn euch! Habt ihr nur abends Zeit für den Unterricht – dann sucht auch nur nach Abendkursangeboten.

Konkret werden
Wenn ihr einen bestimmten Vorsatz fasst, darf er euch nicht überfordern. Eine Zielsetzung wie „In drei Monaten habe ich mein Abi in der Tasche“, obwohl ihr noch nicht mal nach einer passenden Schule gesucht habt, kann nicht funktionieren und sorgt nur für Frust. Genauso wenig klappt es allerdings, wenn ihr euch lediglich vornehmt „Dieses Jahr hole ich endlich mein Abi nach“ – das ist dann wieder zu schwammig und bis zum Jahresende ist vermutlich überhaupt nichts passiert.

Übrigens: Ihr könnt euch natürlich auch mehrere große Ziele setzen. Dabei gilt allerdings auch: Nicht überfordern! Vor allem solltet ihr dann darauf achten, dass sich eure Planungen nicht gegenseitig in die Quere kommen.

Kleine Schritte
Schreibt euch mehrere kleinere Schritte ganz genau auf eine Liste und formuliert sie am besten positiv. Die Teilziele könnten dann ungefähr so lauten:

  • bis zum 31. Januar suche ich mir eine passende Schule und melde mich dort an.
  • bis zum 15. Februar setze ich mich mit dem Stunden- und Prüfungsplan auseinander
  • bis zum 01. März stelle in einen exakten Lernplan für jedes Fach und jede Prüfung auf.
  • bis zum 15. März besorge ich mir alle notwendigen Fachbücher, Hilfsmittel u. ä.

So kommt ihr mit jedem erledigten Schritt eurem großen Vorhaben ein wenig näher. Kleine Teilerfolge motivieren euch außerdem ganz automatisch – und Motivation ist der beste Ansporn, um weiterzumachen! Und wenn ihr hier und da sogar mehr schafft, als geplant – herzlichen Glückwunsch!

Nicht nur überreden lassen
Wenn ihr ein Vorhaben nur deswegen in Angriff nehmt, weil es jemand anderes von euch erwartet oder euch dazu rät, dann wird das nichts. Ihr müsst voll und ganz davon überzeugt sein, dass ihr das Ziel auch selbst erreichen wollt! Also, mal ehrlich: Wollt ihr wirklich einen anderen Job haben? Oder fände das nur euer Freund oder eure Freundin gut, weil ihr dann mehr Zeit für ihn oder sie habt?

Wenn der Schweinehund jault…
So schön ein Plan auch sein mag, die Umsetzung ist gerade am Anfang nicht immer leicht. Manchmal wacht ihr vielleicht morgens auf und habt nur negative Gedanken im Kopf: „Ich bin noch total müde. Ich hab gerade überhaupt keine Lust auf Jobsuche.“

Wenn das so ist, überlistet euch selbst mit einem Satz in der Art: „Ich gehe jetzt mal fünf Minuten die Jobanzeigen durch. Dann kann ich ja immer noch aufhören.“ Schließlich ist aller Anfang schwer – aber wenn ihr erstmal im Flow seid, läuft es ganz von alleine.

Durchhänger einplanen
Wir sind alle nur Menschen und haben mal gute und mal weniger gute Tage. Seid also nicht zu streng mit euch und werft vor allem nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn ihr eure Planung mal nicht in die Tat umsetzen konntet.

Noch ein Beispiel: Mit einer guten alten Kollegin kam es in letzter Zeit öfter mal zu einem Kompetenzgerangel und eure Arbeitsatmosphäre leidet. Jetzt wolltet ihr am Montag das Problem endlich aus der Welt schaffen und eine neue Arbeitsaufteilung vorschlagen – und dann kam ein Eilauftrag dazwischen oder euch hat einfach der Mut verlassen… Halb so wild! Dann sprecht ihr eben am Dienstag mit der Kollegin. Oder verabredet euch mit ihr zu einem Feierabendbierchen.

Die Devise lautet in jedem Fall: einfach unbeirrt weitermachen. Lasst euch nicht von demotivierenden Grübeleien runterziehen, morgen habt ihr die nächste Chance! Gönnt euch den „versemmelten“ Tag und versucht, ihn zu genießen. Dann wacht ihr am nächsten Morgen entspannt auf, passt eure Planung an und macht einfach dort weiter, wo ihr aufgehört habt. Jeder Tag zählt, auch wenn ihr zwischendurch mal steckenbleibt.

Was du heut‘ nicht kannst besorgen…
Wie schon gesagt: Lasst euch nicht von eurer Tagesform irritieren. Wenn ihr letzte Nacht schlecht geschlafen habt und gereizt seid, dann macht das unangenehme Gespräch mit der Kollegin heute keinen Sinn. Erlaubt euch eine Planänderung, geht lieber früh ins Bett und nehmt euch die Klärung des Konflikts für morgen vor – mit neuer Kraft ans Werk!

Allerdings solltet ihr euer Vorhaben nicht jeden Tag aufs Neue verschieben. Falls ihr euch dabei ertappt, versucht es doch mal mit mentalem Training: Beim Schlafengehen geht ihr in Gedanken eure To-dos für den nächsten Tag durch. Überlegt euch zum Beispiel den ersten Satz, mit dem ihr am nächsten Tag auf eure Kollegin zugeht. Legt euch ein paar Argumente zurecht, um den Konflikt mit ihr zu lösen. Und stellt euch vor, wie erleichtert und zufrieden ihr danach sein werdet. Das Ganze macht ihr als Dauerschleife, bis ihr darüber einschlaft.

Motivation, Motivation, Motivation!
Wenn ihr das nächste Tagesziel geschafft habt: Freut euch darüber! Lobt euch selbst und gönnt euch eine kleine Belohnung – eine Süßigkeit, einen entspannten Filmabend oder sogar einen freien Tag, falls das zeitlich drin ist.

So einen „Bonustag“ könnt ihr auch von Beginn an in eure Planung aufnehmen. Dann dürft ihr entweder mal fünf Grade sein lassen oder habt einen guten Puffer, falls vorher etwas schief gegangen ist. Und wenn ihr den freien Tag gar nicht braucht, sondern einfach weiter im Plan macht – umso besser, das gibt euch ein besonders gutes Gefühl!

Wir wünschen euch maximale Erfolge bei der Umsetzung eurer guten Vorsätze!