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18.06.2015

Studieren nach der Ausbildung

  • Jemand trägt einen Stapel Ordner

Die Uni als Option

Wenn das Ausbildungsende naht und auch die Übernahme gesichert ist, gibt es doppelten Grund zur Freude. Doch die bleibt leider den meisten verwehrt: Nur 40 Prozent der Auszubildenden werden übernommen. Alle anderen müssen sich entweder einen anderen Job suchen oder sich weiterbilden. Zum Beispiel mit einem Studium. In der Regel eröffnet einem das Studium viele berufliche Perspektiven. Die wichtigsten Infos rund ums Thema hat die ver.di Jugend hier zusammengefasst.

Den erlernten Beruf zu verlassen und ein Studium zu beginnen, ist keine leichte Entscheidung. Davor sind folgende Fragen zu klären:

  • Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es?
  • Welches Studium passt zu mir?
  • Kann ich mir ein Studium leisten?
  • Was nützt mir ein Studium?

Mit einem Studium eröffnen sich vielfältige Karrierechancen. Insofern nützt all jenen ein Studium, die beruflich höher hinaus wollen bzw. später eher selbstbestimmt arbeiten möchten.

Studieren ohne Abitur
Normalerweise bedeutet das Abitur eine unbeschränkte Hochschulzugangsberechtigung, mit der grundsätzlich jedes Studium aufgenommen werden kann. Doch auch mit einer abgeschlossenen Ausbildung kann man – unter bestimmten Bedingungen – studieren.

Auch mit abgeschlossener Berufsausbildung und etwas Praxiserfahrung steht der Weg in ein Studium offen – häufig müssen Bewerber_innen dafür allerdings eine gesonderte Prüfung ablegen. So kann man z. B. an der Europäischen Akademie der Arbeit in Frankfurt/Main nach abgeschlossener Berufsausbildung auch ohne Abitur studieren. Auch in Hamburg gibt es so eine Möglichkeit: Ohne Abi Sozialökonomie studieren. Für diesen sogenannten dritten Bildungsweg eignen sich besonders auch duale Studiengänge und entsprechende Angebote von Fachhochschulen.

Die Zugangsvoraussetzungen für ein Studium ohne Abitur sind je nach Bundesland, Hochschule und Studienfach sehr unterschiedlich. Für nähere Informationen am besten an das Kultusministerium des jeweiligen Bundeslandes wenden!

Gewerkschaftliche Unterstützung
Die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des DGB. Mit speziellen Starthilfen, Stipendien und Lernunterstützung erleichtert die HBS beruflich Qualifizierten den Weg vom Beruf ins Studium – auch ohne Abitur. Das neue Förderprogramm ist auf neun Studiengänge der Gesundheits- und Ingenieurwissenschaften ausgerichtet.

Hier gibt es einen Überblick der HBS-Stipendien und -Studienförderungen. Bei der Vergabe von Stipendien gibt es auch ein Verfahren für Gewerkschaftsmitglieder, die sich gewerkschaftlich oder gesellschaftspolitisch engagieren.

Auch wenn sich während des Studiums Fragen oder Hürden auftun, gibt es gewerkschaftliche Unterstützung. Je nach Thematik stehen dann verschiedene gewerkschaftliche Anlaufstellen mit Rat und Tat zur Seite. Studentische Interessen kommuniziert und koordiniert in ver.di die AG Studierende. Diese bundesweite Arbeitsgemeinschaft besteht aus Schüler_innen, Studierenden und Promovierenden aus ganz Deutschland.

Ohne Moos nix los
Stipendien sind eine Möglichkeit, sich fördern zu lassen. AnsonstEn muss klassischerweise ein Studentenjob her. Wenn die Eltern nichts oder nur wenig zum Studium dazugeben können, kann man mit BaföG einen staatlichen Bildungskredit bekommen. Weitere Links und Infos zu den Themen Studienkredite und Stipendien gibt es hier.

Welches Studium?
Die bunte Vielfalt der Möglichkeiten bedeutet für einige die Qual der Wahl. Denn natürlich ist es klug, ein Studienfach zu wählen, dass einen auf den Beruf vorbereitet, den man später ausüben will. Auch kommt man schneller ans Ziel, wenn man weiß, wofür man studiert. Doch so genaue Vorstellungen haben nicht alle. Und während sich die einen nicht recht für ein Studienfach entscheiden können, wissen andere nicht, ob sie sich ein Studium überhaupt zutrauen.

Wer die Wahl eines Studiums eingrenzen möchte, sollte sich diese grundsätzlichen Fragen beantworten:

  • Welche Interessen habe ich?
  • Was sind meine Fähigkeiten?

Beim weiteren Entscheidungsprozess für ein Studienfach sind auch diese Infos sehr hilfreich: Studienangebote.

Und wer sich für Studiengänge zur Gewerkschaftsarbeit interessiert, findet hier viele Informationen. Ist ein Studium überhaupt das Richtige für einen? Als Gasthörer_in kann man sich unverbindlich Uni-Luft um die Nase wehen lassen und schauen, ob einem diese Art zu lernen liegt.