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18.05.2016

Ohne Abi zur Uni? Klaro geht das!

  • Auszubildende überlegt.

Viele Wege führen zur Uni

Ausbildung geschafft?! Warum nicht noch was draufsetzen – wie wär’s mit einem Studium? Ja, das geht auch ohne Abitur! Dazu gibt es beispielsweise von der Hans-Böckler-Stiftung ein spezielles Förderprogramm nach der Ausbildung. In bestimmten Fällen könnt ihr sogar ohne abgeschlossene Berufsausbildung ein Studium starten. Wir haben euch passende Infos zusammengetragen.

Mit einem Studium eröffnen sich vielfältige Karrierechancen. Insofern nützt es all jenen, die beruflich höher hinaus wollen bzw. später eher selbstbestimmt arbeiten möchten. Zugang zum Studiensystem gibt es allerdings in Deutschland grundsätzlich nur mit Abitur – eigentlich.

Bei genauerer Betrachtung könnt ihr durchaus auch ohne Hochschulreife studieren. Für alle mit abgeschlossener Berufsausbildung gibt es zum Beispiel spezielle gewerkschaftliche Unterstützung.

Förderprogramm der Hans-Böckler-Stiftung
Die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) ist das Mitbestimmungs-, Forschungs- und Studienförderungswerk des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Beruflich Qualifizierten aus dem Gesundheits- und dem gewerblich-technischen Bereich erleichtert die HBS den Weg vom Beruf ins Studium – auch ohne Abitur.

Dazu bietet die Stiftung vorbereitende Seminarangebote und Vorbereitungskurse an der Universität, die exakt auf eure Bedürfnisse zugeschnitten sind. Obendrauf gibt es ab drei Monate vor Studienbeginn ein Stipendium und Unterstützung beim Lernen bis ins dritte Semester.

Das neue Förderprogramm ist auf neun Vollzeit-Studiengänge der Gesundheits- und Ingenieurwissenschaften ausgerichtet und euer maßgeschneiderter Weg ins Studium! Alle Studiengänge werden mit dem "Bachelor of Science" abgeschlossen.

Mehr Details zu diesem Förderprogramm findet ihr auf der HBS-Website – gleich mal vorbeisurfen!

Support von deiner Gewerkschaft
Die HBS bietet übrigens noch weitere Stipendien und Studienförderungen. Bei der Vergabe von Stipendien gibt es außerdem ein Verfahren für Gewerkschaftsmitglieder, die sich gewerkschaftlich oder gesellschaftspolitisch engagieren.

Und auch für alle Fragen und Hürden, die sich während des Studiums auftun, gibt es gewerkschaftliche Unterstützung. Je nach Thematik stehen euch verschiedene gewerkschaftliche Anlaufstellen mit Rat und Tat zur Seite.

Studentische Interessen kommuniziert und koordiniert in ver.di die AG Studierende. Diese bundesweite Arbeitsgemeinschaft besteht aus Schüler_innen, Studierenden und Promovierenden aus ganz Deutschland.

Und wer sich für Studiengänge zur Gewerkschaftsarbeit interessiert, surft am besten auf unser Service-Portal ausbildung.info.

Weitere Wege zur Hochschule
Alternative Wege ins Studium führen zum Beispiel über:

Für die zuletzt genannte Variante – denn sogenannten dritten Bildungsweg – eignen sich besonders auch duale Studiengänge und entsprechende Angebote von Fachhochschulen.

Weitere wichtige Details zur Hochschulzulassung ohne Abitur und zum dritten Bildungsweg findet ihr natürlich auch auf unserem Info-Portal rund um Ausbildung und Studium.

Last but not least
Bevor ihr euch für ein Studium entscheidet, solltet ihr euch über zwei weitere grundlegende Aspekte Gedanken machen:

  • Die Qual der Wahl

Natürlich sollte euch das Studienfach auf den Beruf vorbereiten, den ihr später ausüben wollt. Doch so genaue Vorstellungen haben nicht alle. Die grundsätzlichen Fragen nach den eigenen Interessen und Fähigkeiten können eine gute Hilfe sein.

Beim weiteren Entscheidungsprozess für ein Studienfach hilft euch ebenfalls unser Info-Portal.

  • Ohne Moos nix los

Stipendien oder Förderprogramme wie das der HBS sind eine gute Option, um finanziell über die Runden zu kommen. Ansonsten muss klassischerweise ein Studentenjob oder vielleicht BaföG bzw. ein staatlicher Bildungskredit her.

Weitere Links und Infos zu den Themen Studienkredite und Stipendien gibt es auch auf unserem Info-Portal.

Wir wünschen euch einen reibungslosen Start und ein erfolgreiches Studium!