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23.05.2013

Chancengerechtigkeit im Bildungswesen

  • Hans-Böckler-Stiftung - Fakten für eine faire Arbeitswelt

Gewerkschaftliche Studienförderung von der Hans-Böckler-Stiftung

Wer in der Gesellschaft Verantwortung übernehmen will, kann sich während des Studiums von der Hans-Böckler-Stiftung fördern lassen. Auch alle, die auf dem zweiten Bildungsweg einen höheren allgemeinbildenden Schulabschluss erreichen wollen, bekommen bei der gewerkschaftsnahen Stiftung eine Chance.

Bildung für alle – dieses gesellschaftliche Credo wird durch die derzeitige Bildungspolitik nicht einmal für diejenigen verwirklicht, die sich für die Gesellschaft stark machen wollen. Auch von Chancengerechtigkeit im Bildungswesen kann angesichts früher sozialer Auslese und neu eingeführter Studiengebühren kaum die Rede sein.

Bei diesen Hürden setzt die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) an und hat sich die soziale Öffnung der Hochschulen und Universitäten auf die Fahne geschrieben. Sie fördert begabte, junge Menschen, die sich während ihres Studiums gesellschaftspolitisch oder gewerkschaftlich engagieren.

Mehr als nur Geld für gesellschaftliches Engagement
Die Hans-Böckler-Stiftung ist das zweitgrößte Begabtenförderungswerk in Deutschland – über 2.000 Stipendiat_innen lernen derzeit mit Unterstützung der HBS. Bei der Bewerbung zählen für die Stiftung aber nicht nur Zeugnisse und berufliche Erfolge. Gewerkschaftliches, gesellschaftspolitisches oder ehrenamtliches Engagement ist im Auswahlverfahren ebenso wichtig.

Entsprechend bedeutet ein Hans-Böckler-Stipendium mehr als rein finanzielle Unterstützung. Stipendiat_innen kommen auch in den Genuss einer attraktiven ideellen Förderung – durch Seminare, Netzwerke, Praktika, Exkursionen, eine persönliche Vertrauensperson und vieles mehr.

Freie Bahn für den Zweiten Bildungsweg
Insbesondere der "Zweite Bildungsweg" fördert die gesellschaftliche Chancengerechtigkeit, indem er der sozialen Auslese im ersten Bildungsweg etwas entgegensetzt. Ein guter Grund für die Hans-Böckler-Stiftung, sich hier zu engagieren – als einziges Begabtenförderungswerk.

Wer nach einer Berufsausbildung oder dreijährigen Berufstätigkeit beruflich aufsteigen, sich weiterbilden oder neu orientieren möchte, bekommt hier eine Chance. Die HBS gewährt elternunabhängiges BAföG, das Stipendium muss nicht zurückgezahlt werden. Stipendiat_innen können dadurch einen höheren allgemeinbildenden Schulabschluss an einem Abendgymnasium, einer Berufsoberschule oder an einem Kolleg erreichen.

Auswahlverfahren und Fristen
Alle Mitglieder einer im DGB zusammengeschlossenen Gewerkschaft können sich über das gewerkschaftliche Verfahren für ein Stipendium bewerben. Zusätzlich gibt es das "ergänzende Auswahlverfahren". Zur Bewerbung sind die erforderlichen Unterlagen bei der örtlichen Gewerkschaft einzureichen. Dabei sind allerdings unterschiedliche interne Regelungen der jeweiligen Einzelgewerkschaft zu beachten.

Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler auf dem Weg ins Studium, Bachelor- und Masterstudierende sowie Promovierende. Ebenso gefördert werden alle, die sich auf dem Zweiten Bildungsweg weiterqualifizieren oder ohne Abitur studieren möchten.

Eine Förderung läuft in der Regel über drei Semester, eine Verlängerung ist möglich. Bewerbungsfrist für das Sommersemester des nächsten Jahres ist der 1. September. Für das kommende Wintersemester und auch für das Programm "Studieren ohne Abitur" gilt jeweils der 1. Februar als Stichtag.

Weitere Infos zu den Bewerbungsvoraussetzungen und Auswahlverfahren der einzelnen Förderungen gibt es als Broschüre der HBS und auf der Website der Stiftung.