Meisterbrief für Handwerksberufe

Du hast deine Berufsausbildung abgeschlossen und willst noch mehr? Die höchste Ausbildungsstufe im Handwerk erreichst du mit dem Meisterbrief.

Eine erfolgreiche Meisterprüfung (siehe Abschnitt unten) bescheinigt dir umfangreiches theoretisches und praktisches Fachwissen – sowohl im jeweiligen Handwerk als auch zu kaufmännischen Sachverhalten und zur Anleitung von Auszubildenden.

Zulassungsvoraussetzung ist in der Regel lediglich deine erfolgreiche Gesellenprüfung. Die frühere Vorgabe der Handwerksordnung von mindestens drei Jahren Berufspraxis ist nach der Neuerung weggefallen.

Ob in Vollzeit oder in Teilzeit – auf deinem Weg zum/zur Meister_in für Handwerksberufe hast du erhebliche finanzielle Belastungen zu tragen.

Doch keine Sorge, du bekommst Unterstützung vom Staat. Im Gegensatz zum Studien-BAföG gibt es beim so genannten „Meister-BAföG“ keine Altersgrenze.

Die Rahmenbedingungen dieser finanziellen Förderung findest du im Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (kurz AFBG, PDF-Download), dazu findest du weiterführende Infos zum „Meister-BAföG“ und zu anderen finanziellen Hilfen für deine Weiterbildung im Menü zur "Finanzierung".

  • Meisterprüfung

    Ohne Fleiß kein Preis und ohne Prüfung kein Titel.

    Für eine erfolgreiche Prüfungsvorbereitung empfehlen wir dringend entsprechende Kurse an einer Meisterschule (siehe Abschnitt unten) und intensives Lernen.

    Die hierfür notwendige Zeit solltest du großzügig einplanen!

    Die Meisterprüfung besteht aus folgenden vier Teilen, welche unabhängig voneinander bestanden werden müssen:

    1. Fachpraktische Prüfung
    2. Fachtheoretische Prüfung
    3. Betriebswirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse
    4. Prüfung der Ausbildereignung

    Während sich die ersten beiden Prüfungsteile auf das jeweilige Handwerk beziehen, sind die letzten beiden für alle Handwerksberufe gleich.

    Zur fachpraktischen Prüfung lieferst du meistens eine Arbeitsprobe ab: dein so genanntes „Meisterstück“.

  • Meisterschule

    Als „Meisterschule“ werden alle Weiterbildungseinrichtungen bezeichnet, die auf eine Aufstiegsfortbildung und Meisterprüfung (siehe Abschnitt oben) vorbereiten.

    Je nach Berufsbild beträgt die Kursdauer in Vollzeit zwischen neun Monaten und zwei Jahren, in Teilzeit maximal vier Jahre.

    Solche Lehrgänge finden in der Regel an entsprechenden Bildungseinrichtungen der Berufskammern statt, manchmal auch an (Berufs-)Fachschulen.

    Passende Schulungsangebote auf deinem Weg zum Meisterbrief findest du am besten auf den Internetseiten deiner regionalen Berufskammer.