Krankheit des Kindes

Wenn du als Auszubildende_r ein krankes Kind unter zwölf Jahren hast, darfst du zur Krankenpflege zu Hause bleiben, sofern kein anderes Haushaltsmitglied die Pflege übernehmen kann.

Falls währenddessen nicht weiterhin Lohn nach Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag gezahlt wird, leisten gesetzliche Krankenkassen für familienversicherte Kinder in der Regel ein „Kinderkrankengeld“ (im Gegensatz dazu zahlen private Krankenversicherungen in der Regel nicht).

Pro Kind gilt diese Regelung meistens für zehn Arbeitstage pro Jahr und Elternteil, insgesamt pro Elternteil für höchstens 25 Tage und für alle Kinder. Alleinerziehende haben einen Tagesanspruch in doppelter Höhe.

Beachte dazu auch unsere zusätzlichen Hinweise in den folgenden Abschnitten.

  • Krankheit im Urlaub

    Achtung: Wird dein Kind während des Urlaubs krank, gilt dein Urlaub trotzdem als genommen. Urlaubstage, in denen du dein krankes Kind beaufsichtigen musstest, werden dir also leider nicht ersetzt.

    Im Gegensatz dazu dürfen alle Beschäftigten Urlaubstage nachholen, die ihnen durch eigene Erkrankung verlorenen gegangen sind - also auch Auszubildende oder Werkstudenten_innen.

  • Krankenversicherung des Kindes

    Dein Kind braucht auf jeden Fall eine Krankenversicherung! Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind Kinder jedoch von jeglichen Zuzahlungen in der gesetzlichen Krankenkasse befreit.

    Ist ein Elternteil selbst versichert, kann das Kind stattdessen bei der Krankenkasse familienversichert werden.

    Sind beide Eltern über ihre eigenen Eltern oder Großeltern familienversichert, gibt es zwei mögliche Wege:

    1. Ein Elternteil kann sich selbst bei einer Krankenkasse versichern und lässt das Kind bei sich für rund 50 Euro pro Monat familienversichern.
      Diese Kosten werden zwar bei der Berechnung des BAföG-Satzes berücksichtigt – sind dann aber zur Hälfte nur ein Darlehen!
    2. Das Kind kann auch bei seinen Großeltern oder Urgroßeltern familienversichert werden. Voraussetzung ist allerdings, dass der Lebensunterhalt des Kindes hauptsächlich von diesen Verwandten bestritten wird.
      Viele Krankenkassen machen in diesem Fall zur Voraussetzung, dass das Kind im Haushalt der (Ur-)Großeltern lebt – prüfen das allerdings selten nach.