Jobben

Die meisten Studierenden arbeiten nebenbei, wobei die Art des Beschäftigungsverhältnisses variieren kann.

Studierende sind zum Beispiel 450-Euro-Jobber, Freiberufler_innen, Werkstudenten_innen oder Saisonarbeiter_innen. Die Hauptunterschiede liegen in der Besteuerung und im Umgang mit Sozialabgaben.

In den folgenden Abschnitten haben wird Details zu den wichtigsten Themen zusammengetragen, über die du als Arbeitnehmer_in Bescheid wissen solltest!

Weitere Informationen findest du über unsere schlaue Box auf der rechten Seite.

  • Lohnsteuer

    Die Regelungen zur Lohnsteuer für Studierende und deinen entsprechenden Abgaben vom Bruttogehalt sind dieselben wie für Auszubildende.

    Infos dazu gibt es knapp gefasst in unserem Stichwortverzeichnis Ausbildung von A-Z.

    Ausführlicheres erfährst du im Menü zur Ausbildungsvergütung unter dem Abschnitt "Lohnsteuer".

  • Meldepflicht

    Falls du dir ein paar Extras verdienen willst, musst du auf jeden Fall deinen Hauptarbeitgeber oder – als dual Studierende_r – deinen Praktikumgeber darüber informieren.

    Ein Nebenjob darf dir allerdings nur dann untersagt werden, wenn er die praktische Ausbildung im dualen Studium bzw. deine Arbeitsleistung beim Hauptarbeitgeber negativ beeinflussen würde.

    In der Regel ist für dich ein 450-Euro-Job (der so genannte „Mini-Job“) am günstigsten, weil hier nur wenig Steuern und Sozialabgaben anfallen.

    Beachte ggf. auch die Einkommensgrenzen für finanzielle Unterstützung vom Staat, wie sie z. B. gelten bei BAföG, Wohngeld, Ausbildungsbegleitenden Hilfen oder Berufsausbildungsbeihilfen!

    Falls du im Studium eine oder verschiedene staatliche Hilfe/-n beziehst und durch dein Zusatzeinkommen den jeweiligen Gesamtfreibetrag überschreitest, musst du evtl. Kürzungen deiner staatlichen Förderung hinnehmen.

    Um am Ende mitunter nicht mehr Arbeit und dennoch weniger Geld in der Tasche zu haben, lohnt es sich, sehr genau nachzurechnen!

    Selbstredend musst du auch bei der jeweils zuständigen Behörde jede zusätzliche Einkommensquelle melden.

  • Sparzulagen & vermögenswirksame Leistungen

    Falls ein für dich geltender Tarifvertrag das vorsieht, zahlt dir dein Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn vermögenswirksame Leistungen (kurz VL). Dazu schließt du einen speziellen Sparvertrag ab – zum Beispiel einen Bausparvertrag.

    Dies ist "geschenktes Geld", informiere dich also unbedingt bei deiner Interessenvertretung!

    Erhältst du keine vermögenswirksamen Leistungen, wirst du trotzdem vom Staat gefördert, wenn du eine bestimmte Summe auf einen Sparvertrag einzahlst.

    Wenn du noch in jungen Jahren mit dem Sparen beginnst, können sich auch kleine Beträge zu großen Summen entwickeln!

    Mehr Informationen zu vermögenswirksamen Leistungen findest du beispielsweise auf studentenpilot.de.

    Zusätzlich solltest du dich auch über die eigenverantwortliche Altersvorsorge informieren – kontaktiere auch dazu am besten deine Interessenvertretung!

Studentenstatus & Versicherungen

  • Werkstudentenstatus

    Werkstudenten_innen sind Studierende, die neben ihrem Studium einer abhängigen Beschäftigung nachgehen.

    Dabei ist es egal, ob es sich um einen Mini-Job oder Midi-Job, um eine kurzfristige Beschäftigung oder um ein Praktikum handelt oder ob du mehrere Beschäftigungsarten miteinander kombinierst.

    Unabhängig von der Höhe deines Monatseinkommens bist du mit dem Werkstudentenstatus von allen Pflichtzahlungen befreit, etwa in die Krankenversicherung oder Arbeitslosenversicherung.

    Lediglich in die Rentenversicherung hast du einkommensabhängige Beiträge zu zahlen, sofern es nicht nur um einen Mini-Job oder um eine kurzfristige Beschäftigung geht.

    In der gesetzlichen Krankenversicherung gelten weiterhin die Einkommensgrenzen zur kostenlosen Familienversicherung.

    Arbeitsrechtlich sind Werkstudenten i. d. R. teilzeitbeschäftigt mit den allgemein gültigen Gesetzesvorgaben für Arbeitnehmer_innen (siehe Abschnitt unten).

    Grundvoraussetzung
    Als Werkstudent_in gilt in jedem Fall nur, wer:

    • mit all seinen Nebenjobs und ggf. zusätzlicher Selbstständigkeit eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von insgesamt 20 Stunden nicht überschreitet.
    • den Umfang einer vor dem Studium ausgeübten Beschäftigung während seiner Studienzeit soweit reduziert, dass sie höchstens 20 Stunden pro Woche ausmacht.

    Sonderfälle
    Als Werkstudent_in gilt möglicherweise auch, wer:

    • sein Studium an einer anderen Hochschule fortsetzt und ggf. wegen unterschiedlicher Semesterzeiten der alten und neuen Hochschule beim Studienwechsel für einige Wochen nicht immatrikuliert ist.

    Weitere Infos zum Werkstudentenstatus und zu allen Fällen, in denen er ausgeschlossen ist, gibt es auf den Webseiten der DGB Jugend!