Gewerkschaft

Beschäftigte einer Branche können sich gemeinschaftlich organisieren, um ihre wirtschaftlichen und sozialen Interessen gegenüber Arbeitgebern durchzusetzen. Eine solche Vereinigung nennt sich "Gewerkschaft".

Für Auszubildende, Werkstudierende, Festangestellte und ebenso für freie Mitarbeiter_innen sind Gewerkschaften die einzige Möglichkeit, um sich gegen Ausbeutung, Arbeitshetze, Lohnbetrug oder Entlassungen zu wehren.

In Tarifverhandlungen kämpfen gewerkschaftlich organisierte Belegschaften gemeinsam für arbeitnehmerfreundliche Arbeitszeiten, Urlaubsansprüche und Lohnerhöhungen.

Zur Durchsetzung ihrer Forderungen greifen Gewerkschaften mitunter zur schärfsten Waffe im Arbeitskampf - sie treten in Streik. Lohn und Gehalt werden durch den Arbeitgeber in diesem Fall gekürzt, die Gewerkschaft zahlt allen Mitgliedern ersatzweise das so genannte "Streikgeld". 

Ein weiterer Mitgiedervorteil: Die Gewerkschaft bietet kostenlosen Rechtsschutz bei allen Auseinandersetzungen vor einem Arbeitsgericht. Das könnte ggf. für dich entscheidend sein, sobald du dein Recht vor Gericht vertreten musst - denn die Kosten eines Rechtsstreits können mitunter rasend schnell "explodieren".

Gewerkschaftsmitglied zu werden, steht grundsätzlich allen Arbeitnehmer_innen frei und auch Freiberufler_innen sind herzlich willkommen. Egal welcher Religion oder Nationalität sie angehören oder zu welcher politischen Richtung sie sich bekennen.

Mit einer klaren Ausnahme: Rechtsextreme sind in Gewerkschaften unerwünscht.