Dauer

Ein langes Praktikum ist für deinen Praktikumgeber vorteilhaft, denn als Praktikant_in stehst du nach der Einarbeitungszeit als volle Arbeitskraft zur Verfügung.

Irgendwann arbeitest du ganz regulär mit, allerdings ohne angemessene Bezahlung. Nicht alle Unternehmen nutzen Praktikanten_innen aus, dennoch nehmen solche Fälle zu. 

Bestimmte Branchen sind besonders betroffen, so ist zum Beispiel im Bereich Werbung oder Medien die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass Überstunden anfallen und Praktikanten_innen als feste Arbeitskraft eingeplant sind.

Insbesondere freiwillige Praktika und Praktika in Vollzeit sollten daher maximal drei Monate dauern!

Unter Umständen kannst du mit deiner Praktikumsstelle gleich zu Beginn eine eventuelle Verlängerung besprechen, die für dich vorteilhaftere Konditionen beinhalten sollte.

  • Nutzwert im Blick behalten!

    Mach dir immer wieder bewusst: Der Zweck deines Praktikums ist, dass du etwas lernst. Du bist keine billigere Arbeitskraft oder leistest unbezahlte Probezeit!

    Dein persönlicher Mehrwert und der Zugewinn von fachlichem Wissen sinkt mit steigender Praktikumsdauer.

    Je länger du in einem Betrieb mitläufst, desto höher ist die Gefahr, dass du fest in den Ablauf integriert wirst und nichts mehr dazulernst.

    Falls sich der Praktikumgeber nicht an Vereinbarungen hält, du keinen Lerneffekt erkennst oder dich ausgenutzt fühlst, solltest du dir überlegen, ob dich dieses Praktikum weiter bringt.

    Bespreche am besten vorab deine Erwartungen und Ansprüche mit deinem_r Chef_in. Auf der sicheren Seite bist du nach Abschluss eines Praktikumsvertrags, in dem alle Praktikumsziele festgelegt werden.

    Im Zweifelsfall bekommst du auch zu diesem Thema Rat und Unterstützung von deiner Interessenvertretung

    Wenn Gespräche und Verhandlungen mit dem Arbeitgeber nicht greifen, solltest du dich nicht scheuen, Konsequenzen zu ziehen - ein abgebrochenes Praktikum ist besser als Wochen oder Monate für dich nutzloser Arbeit!