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11.07.2013

Verändere etwas oder du wirst verändert!

  • ver.di Fahne, im Hintergrund ein Sonnenaufgang

Warum Gewerkschaft wichtig ist

Du bist in der Gewerkschaft aktiv und hast selbst schon oft erlebt, dass Auszubildende abblocken, wenn du sie auf die Gewerkschaft ansprichst? Oder du bist selbst noch nicht endgültig von einer Mitgliedschaft bei ver.di überzeugt und in deinem Umfeld überwiegen die Gegenargumente?

Die härtesten Gewerkschaftsgegner_innen sind oft diejenigen, die nichts tun wollen oder ständig etwas auszusetzen haben. Manchmal musst du dich als ver.di-Mitglied mit Vorurteilen auseinandersetzen. An dieser Stelle wollen wir auf die gängigsten Gegenargumente eingehen.

"Der Beitrag ist zu hoch"
Der Mitgliedsbeitrag beträgt ein Prozent vom Bruttoeinkommen. Für Zuschläge und Zulagen muss kein Beitrag entrichtet werden. Die faire Formel für alle lautet: Wer mehr verdient, zahlt mehr. Wer weniger verdient, zahlt weniger. Das ist gelebte Solidarität.

Der Mitgliedsbeitrag ist die Grundlage für Gewerkschaften, ihrem Auftrag nachzukommen, die Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Die Beitragszahlungen ermöglichen es ver.di, die verschiedensten Aufgaben zu erfüllen: Tarifverhandlungen – hier sind oft Streiks nötig, um Druck aufzubauen. Mitglieder bekommen für den Gehaltsausfall Streikgeld von ver.di ausbezahlt. Öffentlichkeitsarbeit für unterschiedliche Forderungen, die unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen betreffen. Beratung in konkreten Fällen. Informations- und Bildungsangebote bis hin zu Rechtsschutz und Vertretung vor Gericht.

"Mitglied sein bringt doch nix"
Stell dir eine Welt ohne Gewerkschaften vor: Vieles von dem, was Beschäftigte heute für selbstverständlich halten, haben Gewerkschaften durchgesetzt.

Ohne Gewerkschaften sind die Arbeitsbedingungen deutlich schlechter. Diese werden in Tarifverträgen geregelt und Tarifverhandlungen können nur Gewerkschaften führen. Nur sie handeln Einkommen oder soziale Leistungen wie Urlaub, Urlaubsgeld und Sonderzahlungen mit den Arbeitgebern aus. Wie am Beispiel Urlaub deutlich wird: Der gesetzlich garantierte Urlaubsanspruch liegt lediglich bei 20 Arbeitstagen. In vielen Tarifverträgen ist allerdings ein Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen festgeschrieben.

Darüber hinaus bietet ver.di eine Reihe von handfesten Leistungen für ihre Mitglieder: kostenlose Rechtsberatung und Rechtsschutz bei Streitigkeiten aus dem Arbeits-, dem Sozial- und dem Beamtenrecht und natürlich Streikgeld, wenn es hart auf hart kommt.

"Tarifliche Leistung erhalte ich auch ohne ver.di"
Das stimmt in der Regel. Aber nur auf den ersten Blick. Obwohl nur Gewerkschaftsmitglieder gesetzlichen Anspruch auf die tariflichen Leistungen haben, gewähren Arbeitgeber sie auch Nichtmitgliedern. Denn hätten nur Mitglieder die vielen tariflichen Vorteile, würden alle anderen auch Mitglied werden wollen. Und das will kein Arbeitgeber.

Je weniger Mitglieder eine Gewerkschaft hat, desto weniger kann sie in Tarifverhandlungen rausholen. Das zeigt sich gut in schlecht organisierten Branchen. Wer also meint, ohne Mitgliedschaft auch jedes Jahr eine Gehaltserhöhung zu bekommen, fliegt mittelfristig auf die Schnauze. Andersherum können wir gemeinsam viel erreichen – je mehr Mitglieder, desto besser unsere gemeinsame Position gegenüber unseren Arbeitgebern.

Super – ich will Mitglied werden!