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02.10.2012

Herbstzeit gleich Grippezeit

  • Junge Frau muss gerade heftig niesen

Was tun bei Krankheit in der Ausbildung?

Wer krank ist, legt sich am besten ins Bett. Eine Krankmeldung bei deinem Chef oder deiner Chefin bleibt aber nicht aus. Was du sonst noch alles zum Thema Krankheit beachten musst, erfährst du hier.

Nass-kaltes Wetter und hustende Kolleg_innen – die herannahende kalte Jahreszeit birgt für viele Menschen die Gefahr einer Erkältung oder Grippe. Die beste Medizin gegen Schnupfen, Husten und Fieber ist bekanntermaßen viel Schlaf und eine Auszeit in der guten Stube.

Damit du dich ohne negative Folgen auskurieren kannst, solltest du bei der Krankmeldung keine Fehler machen. Sonst drohen womöglich neben schmerzenden Gliedern auch eine gekürzte Vergütung, eine Abmahnung oder in schweren Fällen sogar eine fristlose Kündigung. Und das tut noch mehr weh.

Sofort Bescheid sagen
Am ersten Tag deiner Fehlzeit – und zwar noch vor Arbeitsbeginn – musst du deinem_r Ausbilder_in sofort telefonisch Bescheid geben. Zum Grund deiner Krankheit bist du zu keinen Angaben verpflichtet, allerdings dazu, wie lange du voraussichtlich fehlen wirst. Dein Arbeitgeber weiß dadurch, wie er deinen Ausfall am besten ausgleichen kann.

Deine Meldepflicht gilt auch, wenn du vom Betrieb am Tag deiner Krankheit für die Berufsschule oder für eine andere Ausbildungsmaßnahme freigestellt bist. In diesem Fall musst du dich zusätzlich auch in der Berufsschule bzw. bei deiner Ausbildungsmaßnahme krank melden. Hierzu reicht auch eine schriftliche Entschuldigung, die du sofort per Post abschickst.

Hast du dich ordnungsgemäß krank gemeldet, kannst du dich in Ruhe erholen. Wenn du dagegen die Krankmeldung versäumst, können dir deine Vorgesetzten eine Abmahnung erteilen und bei einer Wiederholung kann das sogar ein Kündigungsgrund sein.

Attest vorlegen
Falls du es mit deinem_r Ausbilder_in so vereinbart hast, kann dein Betrieb bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest von dir verlangen. Ansonsten muss du laut §5 Entgeltfortzahlungsgesetz spätestens ab drei Kalendertagen Krankheit am darauffolgenden Arbeitstag ein Attest vorlegen.

In jedem Fall solltest du sofort einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, da ein Attest in der Regel nicht rückwirkend ausgestellt werden kann. Wenn du also womöglich am dritten Tag wirklich „flach liegst“ und es nicht mal mehr bis zur Arztpraxis schaffst, bekommst du Probleme, falls du dir dann noch kein Attest besorgt hast. Bist du länger krank als angegeben, musst du dir außerdem ein Folgeattest ausstellen lassen.

Vergütung während der Krankheit
Der Lohn wird während der Krankheit und bis zur sechsten Woche der Krankheit weiterhin gezahlt. Wer länger ausfällt, bekommt von der Krankenkasse bis zu 78 Wochen lang ein Krankengeld.

Arzttermine
Nicht wirklich dringende Arzttermine solltest du möglichst immer in deiner Freizeit vereinbaren und nur im Notfall während der Arbeitszeiten. In so einem Notfall musst du dich in der Personalabteilung abmelden und solltest auch eine Bescheinigung über den Arztbesuch vorlegen.

Schnell gesund werden
Leichter gesagt als getan – aber du hast tatsächlich die Pflicht, möglichst schnell arbeitsfähig und gesund zu werden! Dazu gehört vor allem, dass du dich an alle ärztlichen Anweisungen hältst. Es kann allerdings auch bedeuten, dass du mit gebrochenem Arm zwar arbeitsunfähig bist, aber trotzdem ins Kino gehen darfst!