Bewerbung für einen Ausbildungsplatz

Du weißt, wo du dich bewerben möchtest? Dann kann es losgehen!

Arbeite sehr sorgfältig, denn deine Bewerbung muss auf den ersten Blick klar und deutlich erkennen lassen, dass du Arbeit und Engagement verwendet hast – anderenfalls landet sie umgehend auf dem „Absagestapel“!

Beachte die folgenden Bewerbungsregeln, dann bist du dagegen bestens gewappnet.

  • Wann ist der beste Zeitpunkt?

    Viele große Unternehmen besetzen ihre Ausbildungsplätze schon ein Jahr vor Ausbildungsstart. Wenn du hier unter den Bewerbern_innen sein willst, musst du also spätestens zu Beginn des letzten Schuljahres deine Bewerbungsmappe abschicken.

    Es gibt aber auch viele Betriebe, die ihre Ausbildungsplätze kurzfristig ausschreiben. Du kannst dich also auch während deines Abschlussjahres immer weiter bewerben, auch nach dem 1. September - eine duale Ausbildung kannst du jederzeit beginnen!

  • Wozu eine schriftliche Bewerbung?

    Einen seriösen Arbeitgeber findest du in den seltensten Fällen im persönlichen Gespräch und per abschließendem Handschlag. Die Regel ist eine schriftliche Bewerbung mit vollständigen Bewerbungsunterlagen in digitaler- oder in Papierform.

    Die schriftliche Bewerbung ist der erste Bewerbungstest. Ein Arbeitgeber wählt die seiner Meinung nach besten Kandidaten_innen anhand der Qualität ihrer vorliegenden Unterlagen.

    Wichtigste Bewertungskriterien sind äußere Form (ohne Fehler, Flecken und Knicke), Vollständigkeit der Bewerbungsmappe (siehe Abschnitt unten) und Übereinstimmung zwischen einem Bewerberprofil und der zu besetzenden Stelle.

  • Wie bewerbe ich mich schriftlich?

    Wenn im Stellenangebot bzw. auf der Firmenwebsite nichts anderes verlangt wird, gibst du eine schriftliche Bewerbung mit Dokumenten ab, die du am Computer erstellt hast. Die einzelnen Elemente sind grundsätzlich immer gleich – ob nun per Post, per E-Mail oder über eine spezielle Eingabemaske auf der Firmenwebsite.

    Als Erstes brauchst du die genaue Adresse und den oder die Ansprechpartner_in innerhalb der Firma, bei der du dich bewerben möchtest. Diese Angaben sind meistens in der jeweiligen Stellenbeschreibung angegeben.

    Erst mal anrufen!
    Sollten in der jeweiligen Stellenbeschreibung Details fehlen, die erforderlichen Unterlagen unklar sein oder der gewünschte Bewerbungsweg – per Post, E-Mail, Online-Portal oder persönlich – lautet die allerbeste Lösung: Anrufen und sich erkundigen!

    So bekommst du nicht nur die gewünschten Informationen, sondern zeigst auch dein Interesse an der Stelle. Du bist also schon mal „im Gespräch“ und es kann gut sein, dass sich der/die Personalverantwortliche im Bewerbungsgespräch an deinen Anruf erinnert.

    Dann ist die erste Hürde genommen, die Firma kennt dich bereits beim Namen, das sorgt für Vertrauen und erhöht deine Chancen!

Bausteine der Bewerbungsmappe

  • Wie bezahle ich die Bewerbungskosten?

    Bewerben kann teuer werden - beispielsweise durch die Beglaubigung von Zeugnissen bei einem Notar, Bewerbungsmappen und Portogebühren.

    Um die Kosten so gering wie möglich zu halten solltest du im Stellenangebot immer zuerst nach Hinweisen auf eine Online-Bewerbung suchen.

    Im Zweifelsfall fragst du am besten telefonisch im Betrieb nach – bei der Gelegenheit erfährst du auch, ob die Stelle noch frei ist.

    Unter bestimmten Voraussetzungen erhältst du von der Bundesagentur für Arbeit einen Zuschuss zu deinen Bewerbungskosten. Informiere dich dazu bei deiner Berufsberatung und sammle sehr sorgfältig alle Belege zu deinen Ausgaben für die Bewerbung.

  • Vorstellungsgespräch

    Du hast eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen? Perfekt - endlich bekommst du die Chance, deinen zukünftigen Arbeitgeber voll und ganz von dir zu überzeugen!  Als Erstes solltest du deinen Vorstellungstermin so schnell wie möglich bestätigen.

    Die wichtigste Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung. Sie sorgt dafür, dass du sicher und gelassen wirst.

    Damit du weißt, was dich in etwa erwartet, haben wir einen beispielhaften Gesprächsverlauf mit typischen Fragen und möglichen Reaktionen zusammengestellt. Hier der Ablauf eines Vorstellungsgesprächs als PDF!

    Die für dich passenden Antworten solltest du dir genau und frühzeitig vor dem Termin überlegen – für den Anfang am besten schriftlich. Zusätzlich empfehlen wir dir wärmstens unsere Tipps zum Vorstellungsgespräch als PDF!

    Wir drücken dir die Daumen! Und falls es nicht auf Anhieb klappt, sieh es als „Trainingseinheit“ – mit jedem neuen Vorstellungstermin wirst du routinierter!

  • Einstellungstest & Assessment Center

    Deine Person, deine Zeugnisse, deine Bewerbung und ggf. auch schon ein persönliches Gespräch haben überzeugt und du wurdest zum Einstellungstest eingeladen? Hervorragend – dann bist du in der engeren Wahl!

    Manche Arbeitgeber möchten aber noch ein bisschen mehr erfahren, bevor sie ihre Entscheidung treffen. Je nach Ausbildungsberuf und Betrieb fragen sie auch hochspezifisches Wissen bei dir ab.

    Dazu gibt es speziell entwickelte Einstellungstests, die manchmal auch „Eignungstest“ oder ähnlich genannt werden.

    Eine Sonderform ist das so genannte „Assessment Center“, bei dem teilweise über mehrere Tage hinweg eine ganze Reihe von Aufgaben gestellt bzw. Planspiele durchgeführt werden.

    Bleib trotzdem weiterhin entspannt! Wir zeigen dir, womit du ungefähr rechnen kannst und wie du dich darauf vorbereitest!

    Mögliche Themen bzw. Fragen

    • Kenntnisprüfungen, z. B. in Deutsch, Mathe / Kopfrechnen oder Fremdsprachen
    • Prüfung deiner Allgemeinbildung, z. B. in Politik, Geschichte, Kultur, Geographie, aktuellem Tagesgeschehen oder naturwissenschaftlichen Grundlagen
    • Praktische Tests zur Prüfung bestimmter Fähigkeiten, z. B. Feinmotorik oder zeichnerisches Talent
    • „Denksport“ zur Prüfung des räumlichen Vorstellungsvermögens oder logischen Denkens, etwa so: "Schauen Sie sich die Reihenfolge der Symbole an und ergänzen Sie das fehlende Symbol!"
    • Fragen und Aufgaben, die Rückschlüsse auf deine Persönlichkeit, Entscheidungsfreude oder Kreativität zulassen
    • Rollen- und Planspiele, dazu bilden z. B. mehrere Bewerber_innen jeweils ein „Unternehmen“ und diese konkurrieren gegeneinander „am Markt“. Dabei geht es vor allem um dein Teamverhalten, aber auch um dein Fachwissen.
    • Psychologische Testverfahren, z. B. die sehr populäre „Postkorbübung“. Hier wird dein Verhalten unter Zeitdruck getestet. Du bekommst dazu viel mehr Aufgaben auf deinen „Planspiel-Schreibtisch“, als du in der vorgegebenen Zeit erledigen kannst. Also musst du Prioritäten setzen und entscheiden, was du auf später verschieben kannst und was du sofort erledigen musst. Das Allerwichtigste kommt natürlich als Erstes!

    Wir empfehlen dir wärmstens unsere Tipps zum Einstellungstest und Assessment Center als PDF!