Medien, Technik & Forschung

Die folgenden Abschnitte stellen dir ausgewählte Berufsprofile vor - alle sind aus dem Dienstleistungsbereich mit Schwerpunkt "Medien, Technik & Forschung".

  • Fachangestellte_r für Markt- und Sozialforschung

     
    • Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
    • Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe hauptsächlich Auszubildende mit Hochschulreife ein.
    • Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download)
    • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
    • Lernorte: Betrieb und Berufsschule

    Tätigkeiten
    Wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen zu beobachten gehört zur Hauptarbeit von Fachangestellten für Markt­- und Sozialforschung.

    Bei der Planung von empirischen Sozialforschungsprojekten und Marktstudien übernehmen sie Aufgaben organisatorischer Art. Dafür recherchieren und codieren sie Daten, prüfen diese auf Plausibilität und führen erste Auswertungen durch.

    Anhand verschiedener Methoden und Untersuchungstypen kommen sie zu aussagekräftigen Ergebnissen. Sie verwenden dazu spezielle Software zu Marktforschungszwecken, Statistikprogramme und das Internet.

    Kundenangebote zu erstellen und Berichte über Studienergebnisse vorzubereiten gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabenbereich.

    Außerdem wirken Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung an der Konzeption und Erstellung von Fragebögen und Gesprächsleitfäden mit. Sie schulen z. B. Interviewer_innen und organisieren deren Einsatz. Anschließend erfassen sie den Rücklauf der Interviewbögen und führen Qualitätskontrollen durch.

    Einsatzorte
    Fachangestellte für Markt­- und Sozialforschung betätigen sich vorwiegend in Marktforschungsinstituten und in Unternehmen, die selbst Marktforschung betreiben.

    Sie arbeiten hauptsächlich im Büro und am Computer, wo sie Daten recherchieren, auswerten und aufbereiten. In Besprechungsräumen nehmen sie an Sitzungen und Präsentationen teil. In Schulungsräumen bereiten sie Interviewer_innen auf deren Arbeit vor.

    Gefragte Fähigkeiten
    Für die Durchführung von Zählungen oder zur Dokumentation von Umfrageergebnissen benötigen Fachangestellte für Markt­- und Sozialforschung viel Sorgfalt. Kontaktfreude und Kommunikationsfähigkeit sind wichtig beim Entwickeln und Umsetzen von Interviewleitfäden auf Basis offener Gespräche.

    Mathematisches Verständnis hilft bei der Datenauswertung. Sichere Deutschkenntnisse sind für Verbraucherumfragen am Telefon und die Aufbereitung von Rechercheergebnissen unverzichtbar. Weil viele Unternehmen und Forschungsinstitute international arbeiten, sind zusätzliche Englischkenntnisse von Vorteil.

    Höhe der Ausbildungsvergütung
    Derzeit liegen hierzu leider keine Informationen vor.

    Berufsalltag
    Datenerhebung und -auswertung ist in fast jedem Unternehmen zum unverzichtbaren Arbeitsmittel geworden, sei es intern in Form von Evaluationen oder extern im Kunden- und Produktmanagement.

    Der Beruf von Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung bietet seit 2006 Unternehmen und Instituten erstmals die Möglichkeit, ihren eigenen Nachwuchs zielgerichtet für ihre Marktforschungsabteilungen auszubilden.

    Nachdem kein Produkt mehr ohne Marktforschung auskommt, ist der Bereich ein Wachstumsmarkt. Hinzu kommt, dass durch die Entwicklungen der modernen Kommunikationstechnologie immer mehr (Kunden-)Daten gesammelt werden. Fachangestellte_r für Markt- und Sozialforschung sollten sich allerdings kritisch mit Fragen des Datenschutzes auseinandersetzen!

  • Fachangestellte_r für Medien- und Informationsdienste

    • Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
    • Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen die öffentliche Verwaltung und die Betriebe überwiegend Auszubildende mit Hochschulreife bzw. mittlerem Bildungsabschluss ein.
    • Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download)
    • Ausbildungsdauer: Jeweils drei Jahre
    • Lernorte: Betrieb und Berufsschule

    Fachrichtungen
    Die Ausbildung wird in fünf verschiedenen Fachrichtungen angeboten:

    • Fachangestellte_r für Medien­- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv
    • Fachangestellte_r für Medien­- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek
    • Fachangestellte_r für Medien­- und Informationsdienste, Fachrichtung Bildagentur
    • Fachangestellte_r für Medien­- und Informationsdienste, Fachrichtung Information und Dokumentation
    • Fachangestellte_r für Medien­- und Informationsdienste, Fachrichtung Medizinische Dokumentation

    Tätigkeiten
    Fachangestellte für Medien­- und Informationsdienste sind verantwortlich für das Beschaffen, systematische Erschließen und anwendergerechte Aufbereiten von Informationen.

    Aufbau der Ausbildung
    Während der beiden ersten Ausbildungsjahre werden Auszubildenden aller Fachrichtungen dieselben Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt. Im dritten Ausbildungsjahr vertiefen die Auszubildenden das Wissen in ihrer jeweiligen Fachrichtung.

    Gefragte Fähigkeiten
    Sorgfalt ist Voraussetzung für das Systematisieren bzw. Katalogisieren von Daten oder Medien. Gute Deutschkenntnisse sind von Vorteil, denn Fachangestellte für Medien­- und Informationsdienste bereiten Daten nutzerfreundlich auf und stellen sie zur Verfügung. Kenntnisse in Mathematik sind ebenfals gefragt, beispielsweise für das Führen von Rechnungsbüchern oder das Erstellen von Statistiken. EDV-Kenntnisse sind hilfreich beim Umgang mit den unterschiedlichen Datenbanksystemen.

    Höhe der Ausbildungsvergütung
    Pro Monat (beispielhaft):
    1. Ausbildungsjahr: 699 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 748 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 794 Euro

    Berufsalltag
    Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste wird zunehmend technisches Verständnis abverlangt. Die Bedienung einer einzelnen Software spielt eine immer untergeordnetere Rolle. Vielmehr wird das Verständnis für grundlegende Zusammenhänge der Informationsgesellschaft immer wichtiger.

    Mit ausreichender Berufserfahrung sind Leitungsfunktionen möglich, meist in Abteilungen mit mehreren Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek. Mit diesem Abschluss können erfahrene und bewährte Kandidaten_innen kleinere Zweigstellen oder Fahrbibliotheken in eigener Verantwortung übernehmen oder - nach Ablegen der Ausbildereignungsprüfung - auch als Ausbilder_innen tätig werden.

  • Fachinformatiker_in

    • Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
    • Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis werden von Betrieben hauptsächlich Auszubildende mit Hochschulreife eingestellt.
    • Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download)
    • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
    • Lernorte: Betrieb und Berufsschule

    Fachrichtungen
    Die Ausbildung wird in zwei verschiedenen Fachrichtungen angeboten:

    • Fachinformatiker_in, Fachrichtung Anwendungsentwicklung
    • Fachinformatiker_in, Fachrichtung Systemintegration

    Tätigkeiten
    Fachinformatiker_innen konzipieren und realisieren komplexe EDV-Systeme und kümmern sich um deren benutzergerechte Anpassung. 

    Aufbau der Ausbildung
    Während der ersten zwei Jahre werden den Auszubildenden beider Fachrichtungen die gleichen Fertigkeiten und Kenntnisse vermittelt. Die Vertiefung des Wissens in der jeweiligen Fachrichtung erfolgt im dritten Ausbildungsjahr.

    Gefragte Fähigkeiten
    Eine Fehlersuche kann manchmal ziemlich schwierig werden – dann brauchst du vor allem ein gutes Durchhaltevermögen! Dazu sind Sorgfalt, Flexibilität und Serviceorientierung gefragt, wenn Fachinformatiker_innen komplexe Systeme für Kunden einrichten oder eine Standardsoftware anpassen. Vorteilhaft sind logisches Verständnis und Programmierkenntnisse. In den Fächern Mathematik und Informatik musst du dazu auf jeden Fall einen sicheren Stand haben. Zum Teil sind auch Englischkenntnisse erforderlich und zwar für Benutzerhandbücher oder Fachliteratur.

    Höhe der Ausbildungsvergütung
    Pro Monat (beispielhaft):
    1. Ausbildungsjahr: 665-728 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 724-784 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 796-859 Euro

    Berufsalltag
    Informationstechnologie ist für Unternehmen unverzichtbar geworden. Und da Computer und Software nicht von alleine laufen, haben Fachinformatiker_innen immer gut zu tun. Der Beruf gilt zur Zeit als krisensicher. Man kann in nahezu jeder Branche Fuß fassen, was den Beruf ebenfalls attraktiv macht. Statistisch gesehen ist die Ausbildung Fachinformatiker_in erfolgreicher als andere Berufszweige: Die Zahl der Ausbildungsabbrüche ist im generellen Vergleich sehr gering und auch die Zahl der bestandenen Prüfungen spricht für eine gute Qualität.

    Zeitdruck, Wochenendarbeit, Überstunden und Hektik gehören zum Arbeitsalltag von Fachinformatikern_innen – wenn zum Beispiel ein Systemfehler auftritt, der möglichst schnell behoben werden muss. Dauerhafte Bildschirmarbeit kann anstrengend für die Augen sein oder zu Verspannungen führen. Deshalb halten Fachinformatiker_innen die vorgeschriebenen Bildschirmpausen ein. Die Informationstechnologie entwickelt sich rasend schnell, deswegen gehört laufende Weiterbildung in dieser Branche unbedingt zum Alltag - noch mehr als in allen anderen Berufsfeldern!

  • Mediengestalter_in Bild und Ton

    • Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
    • Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen die Betriebe hauptsächlich Auszubildende mit Hochschulreife ein.
    • Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download)
    • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
    • Lernorte: Betrieb und Berufsschule

    Tätigkeiten
    Die Planung, Produktion und Gestaltung von Bild­ und Tonmedien ist die Kernaufgabe von Mediengestalter_innen Bild und Ton. Zu diesem Zweck beraten sie Programmmitarbeiter_innen und Kundschaft. Für Medienproduktionen recherchieren sie Informationen und kümmern sich um die Vorbereitung von Arbeitsabläufen und -techniken. Sie ermitteln Aufwand und Kosten oder stimmen Termine ab. Sie wählen passende Aufnahmegeräte aus oder Übertragungs-­ und Kommunikationseinrichtungen und bedienen diese.

    Auch die für Produktionen benötigte Software gehört zu ihrem Aufgabengebiet: Mediengestalter_innen Bild und Ton stellen diese Software bereit und konfigurieren sie. In enger Zusammenarbeit mit dem Produktionsteam fertigen sie Bild-­ und Tonaufnahmen an, ggf. auch unter Livebedingungen (z. B. bei Außenübertragungen).

    Mediengestalter_innen Bild und Ton sichten, prüfen und bearbeiten mediale Aufzeichnungen nach redaktionellem Konzept. Dabei berücksichtigen sie gestalterische, produktionstechnische und medienspezifische Aspekte.

    Einsatzorte
    Mediengestalter_innen Bild und Ton arbeiten vorwiegend in Film-­ oder Tonstudios, bei Rundfunkveranstaltern und in Werbeagenturen. Sie betätigen sich in Produktions­- und Studioräumen, wo sie am Computer beispielsweise Ton-­ und Bildaufnahmen bearbeiten. Außerdem sitzen sie im Übertragungswagen bei Dreh­- oder Aufnahmearbeiten für Fernseh- oder Hörfunkbeiträge. Sie werden an wechselnden Drehorten eingesetzt, auch im Freien.

    Gefragte Fähigkeiten
    Sorgfalt ist in diesem Beruf wichtig, denn Kommunikations- und Übertragungseinrichtungen müssen gewissenhaft eingerichtet werden. Bei der Bearbeitung von Bild­- und Tonaufzeichnungen ist Kreativität gefragt. Lernbereitschaft hilft, um bei Trends und technischen Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Laufenden zu bleiben. Und in der Zusammenarbeit mit Fachleuten aus Produktion und Redaktion ist Teamfähigkeit von Vorteil. Physikalisches Verständnis hilft beispielsweise bei Licht-­ und Objektmessungen. Sicheres Deutsch ist für den Umgang mit sprachlichem Material sowie für journalistische, dokumentarische oder szenische Beiträge unerlässlich.

    Höhe der Ausbildungsvergütung
    Pro Monat (beispielhaft):
    1. Ausbildungsjahr: 531-545 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 619-626 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 707-713 Euro

    Berufsalltag
    Nach der Ausbildung bestehen je nach Prüfungsergebnis verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten in der Medienbranche, z. B. Kameramann_frau, Cutter_in, Bildregisseur_in, Kameraassistenz, Tontechniker_in, Operator_in für den Bereich Steadycam u. v. m. Mediengestalter_innen Bild und Ton treffen zwar im Berufsleben auf viel Konkurrenz - als Allrounder sind sie allerdings meist flexibel einsetzbar. Deshalb sind sie branchenübergreifend gefragt.

    Das Wissen um neue Techniken der Bild- und Tonverarbeitung ändert sich laufend und regelmäßige Fortbildungen sind Voraussetzung für deinen beruflichen Erfolg. Je nach Neigung und Anforderungen des Betriebes bieten sich verschiedene Spezialisierungen an. Im Angebot sind beispielsweise Lehrgänge zu den Themen Tontechnik, Regiearbeit, Filmbeleuchtung und Lichtgestaltung oder zur Computeranimation.

    Ausbildungsplätze für Mediengestalter_innen Bild und Ton sind sehr begehrt. Es empfiehlt sich – wie bei vielen anderen Berufen im Medienbereich – möglichst noch vor Beginn der Ausbildungszeit ein Praktikum zu absolvieren, um einen kleinen Einblick in die Medienbranche zu bekommen und ggf. erste Kontakte zu knüpfen.

  • Medientechnologe_in Druck

    • Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
    • Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Im Vorläuferberuf Drucker_in stellten die Betriebe in der Praxis vorwiegend Auszubildende mit einem mittleren Bildungsabschluss ein.
    • Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download) und nach Handwerksordnung (kurz HwO, PDF-Dowload)
    • Ausbildungsdauer: Jeweils drei Jahre
    • Lernorte:  Betrieb und Berufsschule

    Tätigkeiten
    Medientechnologen_innen Druck kümmern sich anhand verschiedener Druckmaschinen und ­verfahren um die Herstellung z. B. von Werbedrucksachen, Zeitungen, Magazinen, Büchern, Verpackungen oder Tapeten.

    Sie analysieren die Druckaufträge auf technische Machbarkeit und prüfen, ob die Druckdaten vollständig und verwendbar sind. Außerdem planen sie den Arbeitsablauf, überprüfen Druckformen, die sie teilweise selbst herstellen, oder bereiten Daten vor für digitale Druckverfahren.

    Wenn die Druckmaschinen eingerichtet sind, erstellen Medientechnologen_innen Druck Probedrucke zur Freigabe durch den/die Kunden_in.

    Um eine gleichbleibend hohe Qualität des Endprodukts sicherzustellen, überwachen sie während des weitgehend automatisierten Druckvorganges die Genauigkeit des Drucks und die Farbdosierung. Je nach Auftrag veredeln sie die fertigen Druckbögen durch Lackieren oder Kaschieren.

    Zum Aufgabengebiet der Medientechnologen_innen Druck kann auch die Weiterverarbeitung zum Endprodukt gehören. In dem Fall kümmern sie sich um das Falzen, Schneiden und Binden. Nach dem Druck stellen sie die Reinigung der Maschinen sicher, überprüfen deren Funktionen oder wechseln Teile aus.

    Einsatzorte
    Medientechnologen_­innen Druck sind überwiegend in Druckereien tätig, die mit unterschiedlichen Druckmaschinen und -­verfahren Werbedrucke, Zeitungen, Kataloge, Prospekte, Etiketten oder auch Tapeten herstellen.

    Sie arbeiten hauptsächlich in Produktionshallen. An Leitständen sind sie zuständig für die Steuerung der Druckprozesse und das Bearbeiten von Daten.

    Gefragte Fähigkeiten
    Sorgfalt benötigen Medientechnologen_innen Druck für das exakte Einstellen von Maschinen und das Überprüfen von Farbtonwerten und Druckplatten.

    Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis helfen beispielsweise beim auftragsbezogenen Einrichten der Druckmaschinen, beim Sichern des Papierlaufs und bei Behebungen von Störungen im Druckprozess.

    Mathematikwissen ist hilfreich bei der Berechnung von Flächen, Gewichten oder Maßen.

    Höhe der Ausbildungsvergütung
    Pro Monat (beispielhaft):
    1. Ausbildungsjahr: 835 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 886 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 937 Euro

    Berufsalltag
    Die Druckindustrie ist in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation. Im Gegensatz zu anderen Branchen ist sie nach dem Krisenjahr 2009 noch nicht auf einen stabilen Wachstumskurs zurückgekehrt. Medientechnologen_innen Druck sehen sich daher mit Überstunden, Kürzungen und Arbeitsplatzabbau konfrontiert.

    Hier zeigt sich der Vorteil einer gewerkschaftlichen Organisation: Auch in einer wirtschaftlich schwierigen Lage können Beschäftigte der Druckindustrie davon ausgehen, dass sich die für sie geltenden Manteltarifverträge nicht verschlechtern.

    Medientechnologe_innen Druck können ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt mit Weiterbildungen verbessern, z. B. zum_r Druckmeister_in, Industriemeister_in mit Fachrichtung Druck, Techniker_in mit Fachrichtung Drucktechnik oder zum_r Techniker_in für Betriebswissenschaft.

  • Vermessungstechniker_in

    • Voraussetzung: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Behörden und Betriebe vorwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.
    • Berufstyp: Anerkannter Ausbildungsberuf
    • Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download)
    • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
    • Lernorte: Betrieb und Berufsschule

    Fachrichtungen
    Die Ausbildung wird in zwei verschiedenen Fachrichtungen angeboten.

    • Vermessungstechniker_in, Fachrichtung Vermessung
    • Vermessungstechniker_in, Fachrichtung Bergvermessung

    Tätigkeiten
    Vermessungstechniker_innen führen Lage­- und Höhenvermessungen sowie markscheiderische Messungen und Auswertungen durch und wenden dabei Geoinformationssysteme an. Für ihre Messungen analysieren und ergänzen sie vorhandene Unterlagen.

    Im Gelände überprüfen sie die Vermessungspunkte und stellen ­ an den entsprechenden Stellen das Messgerät auf, ­ den so genannten "Tachymeter". Von diesen Punkten aus vermessen sie beispielsweise eine Straße oder einen Bauplatz.

    Sie entnehmen aus den Planungsunterlagen bestimmte Markierungen, z. B. für die geplanten Baugrundstücke oder Bauwerke, und übertragen sie in das Gelände. Anschließend kümmern sie sich um das Erfassen der Messdaten am Computer und das Auswerten vermessungstechnischer Berechnungen.

    Anhand der Ergebnisse erstellen bzw. aktualisieren sie die Planungsunterlagen. Im Büro oder im Archiv verwalten sie das Kartenmaterial.

    Einsatzorte
    Vermessungstechniker_innen arbeiten beispielsweise in Architektur-­ und Ingenieurbüros, in Bergbaubetrieben oder bei Bergbehörden.

    Im  öffentlichen Dienst betätigen sie sich in Landesvermessungsämtern, kommunalen Kataster­- und Vermessungsämtern sowie in Behörden für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften.

    Einen Großteil ihrer Aufgaben erledigen sie im Büro, zusätzlich führen sie Vermessungen im Gelände durch.

    Gefragte Fähigkeiten
    Beim Ablesen und Dokumentieren der Messergebnisse ist vor allem Sorgfalt wichtig. Da Vermessungsarbeiten an ständig wechselnden Arbeitsorten durchgeführt werden, ist Flexibilität gefragt.

    Mathematikkenntnisse helfen bei vermessungstechnischen Berechnungen wie z. B. Flächen-­ und Höhenberechnungen. Ein gutes Verständnis für physikalische Gesetze und Zusammenhänge ist für die Durchführung elektrischer Messungen notwendig.

    Geografiewissen ist nützlich, um Karten und Luftbilder zu interpretieren oder Koordinatensysteme zu verstehen.

    Höhe der Ausbildungsvergütung
    Pro Monat (beispielhaft):
    1. Ausbildungsjahr: 651-690 Euro
    2. Ausbildungsjahr: 700-739 Euro
    3. Ausbildungsjahr: 745-785 Euro

    Berufsalltag
    Die Anzahl der Auszubildenden zum_r Vermessungstechniker_in ist gesunken, Kostendruck und Privatisierung im öffentlichen Dienst haben zu einem Rückgang der Vermessungstechniker_innen geführt.

    Zudem hängt ihre Arbeitssituation immer auch mit der Konjunktur der Bauindustrie zusammen. Insgesamt stehen die Chancen für qualifizierte Vermessungstechniker_innen mittelmäßig bis gut, in den verschiedenen Zweigen der Branche einen Arbeitsplatz zu finden.

    Durch den Einsatz moderner, sich ständig weiterentwickelnder Technologie ist es für Vermessungstechniker_innen sinnvoll, sich über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten - etwa durch den Besuch von Lehrgängen, z. B. zur CAD-Technik (Abk. f. Computer Aided Design). Vermessungstechniker_innen können in die Beamtenlaufbahn übernommen werden.

    Nach der Ausbildung und einigen Jahren Berufspraxis kommen u.a. Weiterbildungsmöglichkeiten in Frage wie ein Abschluss zum_r Techniker_in, Fachrichtung Vermessungstechnik oder Fachrichtung Bautechnik und zum_r Grabungstechniker_in.

    Mit entsprechender Hochschulzugangsberechtigung bieten sich auch die Studiengänge Vermessungswesen, Liegenschafts- und Planungswesen, Bauingenieurwesen oder Landespflege an.