Beliebte BvB

Je nach Bundesland und deiner speziellen Situation gibt es ganz unterschiedliche Maßnahmen. Weiterführende Infos dazu findest du in unserer Einführung zu berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (kurz BvB).

Die drei wichtigsten bzw. besonders häufig gewählten Qualifizierungsmaßnahmen erläutern wir in den folgenden Abschnitten.

Dazu gibt es weiterführende Infos in unserer schlauen Box.

  • Schulisches Berufsgrundbildungsjahr

    Das Berufsgrundbildungsjahr (kurz BGJ) gibt es seit 1978. In Bayern wird es auch als „Berufsgrundschuljahr“ bezeichnet.

    Es ist eine erste Stufe der Berufsausbildung, allerdings nach dem Dritten Sozialgesetzbuch (kurz SGB III, PDF-Download) streng genommen keine BvB-Maßnahme.

    In einem BGJ werden dir in Vollzeit die Grundqualifikationen eines bestimmten Berufsfelds beigebracht.

    Es findet entweder abwechselnd in einem Betrieb und an der Berufsschule statt oder du bist die meiste Zeit nur an der Berufsschule und bekommst dort alle Kenntnisse und Fertigkeiten des ersten Ausbildungsjahres vermittelt.

    Der Schwierigkeitsgrad ist mit dem einer Realschule vergleichbar.

    Auch den nachträglichen Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss kannst du über ein BGJ erreichen. Deine Möglichkeiten hängen dabei vom jeweiligen Bundesland ab.

    Ein BGJ kannst du dir ganz oder teilweise auf das erste Ausbildungsjahr einer anschließenden dualen Berufsausbildung anrechnen lassen. In den alten Bundesländern ist das sogar Pflicht.

    Deinen Fahrplan zum BGJ gibt es hier als PDF - mit allen wichtigen Informationen auf einen Blick!

  • Berufsvorbereitungsjahr

    Für alle, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und noch minderjährig, also berufsschulpflichtig sind, gibt es in den meisten Bundesländern das so genannte „Berufsvorbereitungsjahr“ (kurz BVJ).

    Andere Bezeichnungen dafür sind an manchen Schulen auch „Vorqualifizierungssjahr Arbeit/Beruf“ (kurz VAB), in Baden-Württemberg das „Berufseinstiegsjahr“ (kurz BEJ) oder in Berlin der „berufsqualifizierende Lehrgang“ (kurz BQL), der dort an Oberstufenzentren angeboten wird.

    Ein BVJ findet überwiegend an der Schule statt, sein Schwierigkeitsgrad ist vergleichbar mit einer Hauptschule.

    In einem Schuljahr werden dir mehrere Berufsfelder vorgestellt, du machst Praktika und holst fehlendes Schulwissen auf. Dazu wirst du individuell gefördert und arbeitest zusammen mit deinen Lehrkräften an deinen persönlichen Schwächen.

    Das BVJ will dir eine Vorstellung davon vermitteln, was du beruflich machen könntest und möchtest.

    Über eine Zusatzprüfung ist auch der nachträgliche Hauptschulabschluss möglich. Allerdings kannst du dir ein BVJ leider nicht für eine Ausbildung anrechnen lassen.

    Deinen Fahrplan zum BVJ gibt es hier als PDF - mit allen wichtigen Informationen auf einen Blick!

  • Einstiegsqualifizierung

    Eine ebenfalls beliebte Berufsvorbereitung ist die Einstiegsqualifizierung (kurz EQ), die im Rahmen des Ausbildungspakts von 2004 eingeführt wurde.

    Sie steht allen ausbildungslosen und arbeitsuchenden Jugendlichen unter 25 Jahren offen. Die EQ findet als eine Art Praktikum in einem Unternehmen statt.

    Sie hält sich sehr eng an die Ausbildungsinhalte eines bestimmten Berufsfelds und vermittelt dir die passenden Grundqualifikationen. Such dir also unbedingt eine EQ aus, die deinen beruflichen Wünschen entspricht!

    Wenn es im Betrieb gut läuft, wirst du im Idealfall im Anschluss übernommen – die aktuelle Übernahmequote liegt bei etwa 70 Prozent. So oder so bekommst du über eine EQ einen Ausbildungsplatz und erste Fertigkeiten im Berufsfeld deiner Wahl!

    Falls du unter 18 Jahre alt und damit noch berufsschulpflichtig bist, findet diese Maßnahme nicht nur in einem Betrieb, sondern zusätzlich einmal pro Woche in der Berufsschule statt, wo du theoretisches Wissen zu deinem Wunschberuf erlernst.

    Deinen Fahrplan zur EQ gibt es hier als PDF - mit allen wichtigen Informationen auf einen Blick!