Ausbildungsplatzsuche

Du hast deine Traumausbildung gefunden? Super!

Jetzt geht‘s ans Eingemachte: Wie findet man einen guten Ausbildungsplatz? Keine Sorge – mit uns! Wir liefern dir im Folgenden jede Menge Anregungen für eine effektive Suche.

Bevor du dich auf die konkrete Stellensuche begibst, überleg noch kurz, ob du deinen „Suchradius“ und damit das für dich relevante Ausbildungsplatzangebot vergrößern kannst.

Dazu zwei Fragen vorweg, welche du für dich beantworten solltest:

  1. Willst du dich für einen ganz bestimmten Ausbildungsberuf bewerben oder kommen Alternativen in Frage?
  2. Kannst du dir auch vorstellen, außerhalb deiner Region bzw. in einer anderen Stadt deine Ausbildung zu absolvieren?

Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, beginnt die eigentliche Suche. In den folgenden Abschnitten geben wir dir Tipps und Antworten zu den zentralen Fragen.

  • Immer mit der Ruhe!

    (Gute) Ausbildungsplätze findest du nicht unbedingt auf Anhieb, denn es gibt in Deutschland leider viel zu wenige. Vielleicht bist du schon fast verzweifelt, weil auf alle Bewerbungen nur Absagen kommen.

    Dann fängst du vielleicht an, dich auch auf solche Stellen zu bewerben, die nicht deinem ursprünglichen Berufsziel entsprechen. Doch manchmal hilft es auch schon, die Suche auf andere Regionen in Deutschland zu erweitern. Lies dazu auch den Abschnitt unten "In welchen Regionen gibt es Ausbildungsplätze?".

    Einen „Plan B“ in der Hinterhand zu haben, ist ebenfalls ratsam. Allerdings solltest du nicht sämtliche Kompromisse eingehen. Sei realistisch, aber behalte deine Interessen im Auge!

    Schließlich soll es nicht zu einem Ausbildungsabbruch kommen, weil dein gewählter Arbeitsplatz doch nicht zu dir passt. Oder weil du dich durch Arbeitsabläufe quälst, die dir auch im späteren Berufsleben vermutlich keinen Spaß machen werden.

    Gemeinsam stark
    Für jeden von uns sind Bewerbungsphasen auch Bewährungsproben - ständig am Ball bleiben und das mit ungewissem Ausgang.

    Such dir Unterstützung aus deinem Umfeld! Familie und Freunde können gut zuhören und vielleicht sogar konkrete Hilfestellung geben. Genauso kannst du jederzeit einen Berufsberatungstermin vereinbaren oder uns von der ver.di Jugend ansprechen.

    Bleib optimistisch, selbst wenn du nicht direkt deinen Traumjob ausüben kannst. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

  • Wo finde ich Stellenausschreibungen?

    Ausbildungsplatzangebote für eine duale Ausbildung findest du schnell und einfach im Internet, am besten über eine große Suchmaschine und renommierte Jobbörsen wie Stepstone oder Monster.

    Fast alle bundesweiten Angebote kannst du auch auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit abrufen oder dich im Berufsinformationszentrum (kurz BIZ) deiner regionalen Arbeitsagentur über diese informieren. Ebenso inserieren Arbeitgeber ihre Ausbildungsstellen häufig in regionalen Zeitungen.

    Wichtig ist auch, dass du dich als Ausbildungsplatzsuchende_r bei der Bundesagentur für Arbeit in deiner Nähe meldest – dann kann dich deine Berufsberatung auf Angebote aufmerksam machen.

    Falls du dich bei einem ganz bestimmten Unternehmen bewerben willst, kannst du dieses in der Regel direkt über die Firmenwebsite kontaktierten (Stichwort „Initiativbewerbung“). Oder du trittst an den Ständen von Berufsmessen in den persönlichen Dialog mit interessanten Arbeitgebern. 

    Sonderformen duales Studium und schulische Ausbildung
    Es gibt auch die Möglichkeit eine duale Ausbildung mit einem Studium zu kombinieren. Voraussetzung dafür ist das (Fach-) Abitur. Hier gibt es Infos und Angebote zu dualen Studiengängen!

    Einige Berufe kannst du auch oder ausschließlich an Fachschulen oder Berufsakademien in Form einer schulischen Ausbildung erlernen. Angebote dazu findest du auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

  • In welchen Regionen gibt es Ausbildungsplätze?

    Erfolgsentscheidend für deine Bewerbung ist auch die Region, in der du dich bewirbst. Während in manchen Regionen viele Auszubildende um denselben Ausbildungsplatz konkurrieren, gibt es in anderen Regionen mehr Plätze als Bewerbungen. Dies vor allem in größeren Städten und Ballungsgebieten. Es kann also sein, dass du für deine Wunschausbildung deinen Wohnort wechseln musst.

    Hier gibt es Tipps rund um die Suche nach einer Wohnung oder einem Platz in einem Wohnheim!

  • Was tun, wenn ich keinen Ausbildungsplatz finde?

    Manchmal klappt es nicht sofort mit einer Zusage für den passenden Ausbildungsplatz. Lass dich nicht beirren und bewirb dich auf jeden Fall weiter!

    Deine Ausbildung kannst du jederzeit starten, also nicht nur zum 1. September! Gerade zwischen September und Dezember werden immer wieder Ausbildungsplätze frei, weil in der Probezeit manche Auszubildende ihren Ausbildungsplatz selbst kündigen oder aber vom Ausbildungsbetrieb gekündigt werden.

    Deine Bewerbungschancen verbessern sich auf jeden Fall, wenn du einen höheren allgemeinen Schulabschluss hast. Denk also auch darüber nach, ob du weiter zur Schule gehen willst, um einen höheren Abschluss zu erreichen. Mit einem (Fach-)Abitur kannst du auch studieren.

    „Lückenfüller“ für die Wartezeit
    Alternativ zur regulären Schule gibt es auch sogenannte berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen oder das Berufsgrundschuljahr. Damit kannst du unter Umständen deinen Hauptschulabschluss nach der neunten bzw. nach der zehnten Klasse oder den Realschulabschluss nachholen. Deine Berufsberatung bei der Bundesagentur für Arbeit informiert dich zu diesem Thema.

    Immer mehr Jugendliche absolvieren ein Einstiegsqualifizierungsjahr (kurz: EQJ). Das ist eine Art Praktikum in einem Betrieb für ein Jahr, für das du monatlich 192 Euro Vergütung bekommst. Leider liegen die Chancen nur bei 50 Prozent danach in eine Ausbildung übernommen zu werden - d. h. nur jede_r Zweite wird übernommen.

    Um die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, gibt es auch noch die Optionen eines regulären Praktikums, eines freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahres (kurz: FÖJ oder FSJ), des Bundesfreiwilligendienstes oder einer Au-Pair-Stelle.