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  • Industrie- und Handelskammer (IHK)

    Die Industrie- und Handelskammer (IHK), auch zuständige Stelle genannt, ist für die Beratung in der Berufsbildung und für die Überwachung der Ausbildung verantwortlich. Sie prüft, ob Betriebe und Dienststellen, Ausbilderinnen und Ausbilder geeignet sind, registriert die Ausbildungsverträge und organisiert Zwischen- und Abschlussprüfungen (Stichwort Prüfung).

    Die IHK regelt nicht-handwerkliche, also kaufmännische und gewerbliche Berufe (z. B. Bankkauffrau oder -mann).

    Weitere zuständige Stellen in der Ausbildung sind die:

    • HWK für Berufe der HwO (z.B. im Friseurhandwerk)
    • Landwirtschaftskammern für landwirtschaftliche Berufe
    • Rechtsanwalts-, Patentanwalts-, Notarkammern und Notarkassen für Berufe im Bereich der Rechtspflege
    • Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterkammern für Berufe im Bereich der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung
    • Ärzte-, Zahnärzte-, Tierärzte- und Apothekerkammern für den Bereich des Gesundheitsdienstes

    Im Öffentlichen Dienst bestimmen Bundes- und Landesbehörden, Gemeinden und Gemeindeverbände die für ihren Bereich zuständigen Stellen. Betriebe und Dienststellen können sowohl der IHK als auch der HWK angehören. Dann werden sie als Mischbetriebe bezeichnet.

    Um ihre Aufgaben wahrnehmen zu können, haben IHK und alle weiteren Kammern Berufsausbildungsausschüsse eingerichtet, deren Rechtsvorschriften und Verwaltungsgrundsätze für Betrieb bzw. Dienststelle und für dich bindend sind.

  • Infusionen

    siehe Injektionen

  • Injektionen

    Vom Gesetzgeber wurde bislang nicht schlüssig geregelt, ob Injektionen, Infusionen und Blutentnahmen in den Aufgabenbereich des Pflegepersonals fallen. Sie gelten als ärztliche Tätigkeiten.
    Eindeutige höchstrichterliche Entscheidungen gibt es dazu aber nicht. 
    In der Praxis ist es üblich, dass i.m.-Injektionen durch Pflegekräfte vorgenommen werden, ebenso die Infusionsgabe bei liegendem, intravenösem Zugang. 
    Mancherorts werden auch Blutentnahmen routinemäßig vom Pflegedienst erledigt.
    Es kommt auch vor, dass nötige intravenöse Zugänge von Pflegekräften gelegt werden, weil kein ärztliches Personal verfügbar ist.
    Tatsache ist: Ohne die Übernahme dieser Aufgaben durch das Pflegepersonal wäre bei den derzeitigen Arbeitsabläufen die Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes nicht denkbar.
    Daraus resultiert die Gefahr, dass durch Übernahme ärztlicher Tätigkeiten die eigentliche pflegerische Arbeit unter zusätzlich vergrößertem Zeitdruck oder gar nicht geleistet wird. 
    Auszubildenden dürfen Injektionen, Infusionen und Blutentnahmen nur zum Zwecke der Ausbildung unter unmittelbarer ärztlicher Aufsicht oder von qualifizierten Berufsangehörigen gestattet werden. Sie tragen dabei selbst die Durchführungsverantwortung. Wenn etwas schief geht, können sie haftungsrechtlich herangezogen werden.
    Deshalb gibt es ein verbrieftes Verweigerungsrecht, wenn man sich hierzu nicht hinreichend qualifiziert fühlt.
    Wie bei jedem ärztlichen Eingriff müssen Patienten vorher aufgeklärt und um ihr Einverständnis gefragt werden.