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  • Fachhochschulstudium im gehobenen Dienst

    Der Vorbereitungsdienst für Laufbahnen des nicht-technischen gehobenen Dienstes findet an (verwaltungsinternen) Fachhochschulen statt. Die Ausbildung ist in zwei Teile geteilt: die Fachstudien an der Fachhochschule und die berufspraktischen Studienzeiten in Ausbildungsbehörden von jeweils 18 Monaten.

    In der Bundesverwaltung ist hierfür die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung eingerichtet. Sie bildet aus in den Fachrichtungen der allgemeinen inneren Verwaltung und Arbeitsverwaltung, der Auswärtigen Angelegenheiten, Bundespolizei und Bundeswehrverwaltung, der Finanzen, öffentlichen Sicherheit, Sozialversicherung und des Wetterdienstes.

    In den Ländern sind für die Ausbildung die Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung der Länder zuständig. Auch hier werden in der Regel die Fachrichtungen der allgemeinen inneren Verwaltung, Polizei, Steuerverwaltung und der Rechtspflege angeboten.

  • Fahrtkosten

    Hinweise für Pflegeberufe und Hebammen
    In tarifgebundenen Einrichtungen gilt in der Regel, dass der Arbeitgeber die Kosten für alle Fahrten erstattet, die während der Ausbildung zur Teilnahme an externem Unterricht, an Vorträgen, an Arbeitsgemeinschaften oder an Übungen für deine Ausbildung notwendig sind.
    Manche Ausbildungsstätten haben nicht alle erforderlichen medizinischen Fachgebiete, die für die Durchführung der praktischen Ausbildung vorgeschrieben sind, unter ihrem Dach. 
    In diesem Fall müssen Auszubildende zur praktischen Ausbildung in ein anderes Krankenhaus abgeordnet werden.
    Sollte das bei dir der Fall sein und sollten dir dadurch Mehraufwendungen entstehen, weil du vielleicht einen weiteren Anfahrtsweg hast oder sogar für die Zeit dort wohnen musst, frage am besten direkt bei deiner JAV, beim Personal- oder Betriebsrat bzw. bei deiner Mitarbeitervertretung nach, ob du diese Kosten vom Arbeitgeber erstattet bekommst.
    Auch kann es vorkommen, dass du während deiner Ausbildung eine Dienstreise machen musst. Eine Dienstreise liegt vor, wenn die Ausbildungsmaßnahme außerhalb des Ausbildungsortes durchgeführt wird. In diesem Fall hast du ebenfalls einen Anspruch auf Reisekostenerstattung. Ebenso müssen dir Fahrtkosten zu Ausbildungsmaßnahmen für die Vorbereitung auf deine Abschlussprüfung erstattet werden.
     
    Hinweise zur Beamtenlaufbahn: siehe Reisekosten
  • Fahrzeiten

    Die Fahrzeiten, die du täglich bis Betrieb oder Dienststelle und nach Hause brauchst, sind leider deine Privatsache. Sie müssen also nicht auf deine Arbeitszeit angerechnet oder vergütet werden. Es sei denn, für Auszubildende gelten andere Regelungen durch Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen. Ob bei euch solche Vereinbarungen gelten, erfährst du von deiner JAV, deinem Betriebs- oder Personalrat.

    Etwas anderes gilt aber, wenn du auf dem Weg von der Berufsschule zur Ausbildungsstätte oder in die umgekehrte Richtung unterwegs bist. Diese Fahrzeiten müssen dir zeitlich angerechnet werden.

    Hinweise zur Beamtenlaufbahn: siehe Reisekosten

  • Familienheimfahrten

    Anstatt zu pendeln, wohnst du lieber in der Nähe deiner Ausbildungsstätte? Wenn die Einzelfallprüfung ergeben hat, dass eine tägliche Heimfahrt unzumutbar ist, muss dein Dienstherr dir einmal im Monat eine Familienheimfahrt bezahlen. Weitere individuelle Regelungen findest du im Bundesreisekostengesetz und in den entsprechenden Vorschriften der Länder und Gemeinden.

    Wende dich mit deinen Fragen an die JAV oder den Personalrat – wenn du z.B. wissen möchtest, welcher Anteil deiner Reisekosten erstattet werden muss.

  • Familienzuschlag

    Der Familienzuschlag ist ein weiterer Bestandteil der Besoldung. Anspruch haben Beamtinnen und Beamte, Anwärterinnen und Anwärter, die verheiratet, verwitwet, geschieden und zum Unterhalt verpflichtet sind.

    Ist deren Ehepartner_in ebenfalls im Beamtenverhältnis im öffentlichen Dienst tätig, hat sie oder er Anspruch auf den hälftigen Familienzuschlag.

  • Fehlzeiten

    Im Unterschied zu den meisten anderen Berufen kann in den Gesundheitsberufen das Überschreiten einer bestimmten Zahl an Fehltagen, zum Beispiel wegen Krankheit, die Zulassung zur staatlichen Prüfung verhindern. Das ist unabhängig von den Leistungen, die während der Ausbildung erbracht worden sind.
    Nach dem Altenpflege- und dem Krankenpflegegesetz dürfen nicht mehr als jeweils zehn Prozent des theoretischen Unterrichts und der praktischen Ausbildung versäumt werden.
    Das Hebammengesetz sieht eine zulässige Fehlzeit von zwölf Wochen während der gesamten Ausbildung vor. Nicht angerechnet auf die Fehltage werden dein Urlaub, Bildungsurlaub und Freistellungen für Aktivitäten in der JAV. Bei Schwangerschaft ist eine Fehlzeit bis zu 14 Wochen erlaubt.
    In Ausnahmefällen kann allerdings auch nach Überschreiten der Fehlzeitengrenze die Zulassung zur Prüfung erlaubt werden. Dies entscheidet die bzw. der Vorsitzende der Prüfungskommission auf Antrag der bzw. des betreffenden Auszubildenden. Vorausgesetzt, das Bestehen der Prüfung ist zu erwarten.
  • Frauenbeauftragte

    Benachteiligung aufgrund des Geschlechts? Sexuelle Belästigung, Mobbing von Schwangeren, Männerdominanz in höheren Positionen? Leider immer noch aktuelle Themen. Deshalb gibt es im öffentlichen Dienst eine spezielle Interessenvertretung für Frauen – um die Gleichberechtigung der Geschlechter zu gewährleisten.

    Frauenbeauftragte werden von den weiblichen Beschäftigten gewählt und sind für die Beratung und Vertretung von Frauen gegenüber der Behördenleitung zuständig.

  • Freie Heilfürsorge

    Die freie Heilfürsorge ist eine besondere Fürsorge des Dienstherrn. Es handelt sich also nicht um eine private oder gesetzliche Krankenversicherung, sondern der Dienstherr übernimmt die Krankheitskosten in voller Höhe. Die freie Heilfürsorge genießen oft besondere Berufsgruppen, die ein hohes Risiko tragen (z.B. Feuerwehrleute).

    Ob dir während oder nach dem Vorbereitungsdienst die freie Heilfürsorge gewährt wird, wissen deine JAV und dein Personalrat.

  • Freistellung

    Manchmal ist etwas dringlicher als die Ausbildung – zum Beispiel ein Todesfall in der Familie oder eine Vorladung bei Behörden. Zu bestimmten Anlässen muss dir deshalb eine bezahlte Freistellung von der Arbeit oder Ausbildung gewährt werden (im öffentlichen Dienst auch „Arbeitsbefreiung“ oder umgangssprachlich nicht ganz korrekt „Sonderurlaub“ genannt).

    Neben den genannten Beispielen gehören dazu auch Eheschließung, Entbindung der Ehefrau, Wohnungswechsel und Wahrnehmung öffentlicher Ehrenämter. Wenn du Genaueres wissen willst, wende dich an deinen Betriebs- oder Personalrat.

    Etwas ganz anderes sind Freistellungen für den Berufsschulunterricht oder deine Prüfungen, darauf hast du gesetzlichen Anspruch.

    Bist du Mitglied der JAV oder des Betriebs- bzw. Personalrats? Dann kannst du dich im Rahmen dieser Tätigkeit für Fortbildungsmaßnahmen und Sitzungen freistellen lassen. Die Anzahl der möglichen freien Tage variiert nach Bundesland und ist im jeweils gültigen Betriebsverfassungsgesetz bzw. Personalvertretungsgesetz festgelegt.

  • Freiwillige Krankenversicherung

    Studierende, die weder familienversichert noch studentisch krankenversichert sein können, müssen die so genannte "freiwillige Versicherung" nutzen.

    „Aus freien Stücken“ ist daran allerdings nichts: Es besteht weiter Krankenversicherungspflicht, du kannst also gar nicht freiwillig entscheiden, ob du lieber ganz auf eine Krankenversicherung verzichtest.

    Der Mindestbeitrag zur freiwilligen Krankenversicherung beinhaltet einkommensabhängige Anteile zur Krankenversicherung (derzeit 15,5 %, Stand Januar 2012) und zur Pflegeversicherung (derzeit 1,95%, Stand Januar 2012). In der Regel musst du dabei sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmeranteil in voller Höhe selbst tragen. 

    Weiterführende Infos zur freiwilligen Krankenversicherung findest du auf den Websites der DGB Jugend. 

  • Freiwilligenjahr / Freiwilligendienst

    Wenn du noch nicht genau weißt, wie es nach deiner Ausbildung weitergehen soll, kannst du ein Freiwilligenjahr bzw. einen Freiwilligendienst leisten. Dabei übernimmst du Verantwortung für andere Menschen und die Umwelt, entwickelst deine Kompetenzen weiter und sammelst neue persönliche Erfahrungen. Angebote gibt es im sozialen, kulturellen oder politischen Bereich, im Sport, in der Denkmalpflege oder Ökologie.

    Freiwilligendienst und Freiwilligenjahr unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Zugangsvoraussetzungen, Dauer und Begleitangebote. In beiden Fällen wird aber Taschengeld bezahlt. Wie viel das ist und welche Stellen angeboten werden, erfährst du für den Freiwilligendienst unter www.bundesfreiwilligendienst.de.

    Entsprechende Infos zum Freiwilligenjahr: