B wie ...

  • BAB

  • BAT / Bundes-Angestelltentarifvertrag

    Der BAT (Bundes-Angestelltentarifvertrag) wurde im Öffentlichen Dienst abgelöst durch den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) und den Tarifvertrag der Länder (TV-L).
    Für Auszubildende gilt der TVAöD (Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen Dienst, Besonderer Teil Pflege) bzw. der TVA-L Pflege (Tarifvertrag für Auszubildende der Länder – Pflege).
    Allerdings spielt der BAT immer noch dann eine Rolle, wenn es darum geht, in welche Gehaltsgruppe du nach deiner Ausbildung eingeordnet wirst. Außerdem dient er auch zur Orientierung, wenn es um einzelvertragliche Regelungen geht – und das manchmal auch schon während der Ausbildung.
  • BBiG

  • Beendigung der Ausbildung

  • Beendigung des Beamtenverhältnisses

    Ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit endet – außer durch Tod und bei Entlassung auf eigenen Antrag – nur in besonderen Fällen.

    Ein Beendigungsgrund ist z.B. eine strafgerichtliche Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe. Geregelt wird dies im Bundesbeamtengesetz (§§ 30, 31) oder entsprechend im Beamtengesetz des Landes, in dem du beschäftigt bist.

    Das aktive Beamtenverhältnis endet – außer durch Tod oder Entlassung – durch Eintritt in den Ruhestand. Siehe auch Arten des Beamtenverhältnisses.

  • Beförderung

    Maßgeblich für Beförderungen ist das Leistungsprinzip: Beförderungen erfolgen nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Meistens ist mit der Beförderung ein Wechsel des Dienstpostens verbunden. Vor der Beförderung erfolgt eine Erprobung auf dem höher bewerteten Dienstposten.

    Da Beamtinnen und Beamte auf Planstellen geführt werden, gilt: Ohne freie Planstelle keine Beförderung auf einen höher bewerteten Dienstposten! Das führt in der Praxis oftmals zum sogenannten Beförderungsstau. 

  • Beihilfe

    Abgeleitet aus dem Fürsorgeprinzip wird Beamtinnen und Beamten, Anwärterinnen und Anwärtern Beihilfe nach Bundes- oder Landesbeihilfeverordnungen gewährt. Diese Beihilfe soll entstandene Krankheitskosten mittragen, der Dienstherr übernimmt hierbei nur einen Teil der Kosten.

    Näheres zu den Bemessungssätzen erfährst du bei deiner JAV, deinem Personalrat oder direkt aus der jeweiligen Beihilfeverordnung.

  • Bereitschaftsdienst / Rufbereitschaft

    Unter Bereitschaftsdienst versteht man die Verpflichtung von Beschäftigten, sich innerhalb oder außerhalb einer vom Arbeitgeber bestimmten Stelle aufzuhalten, um im erforderlichen Fall möglichst schnell die Arbeit aufnehmen zu können.
    Allerdings darf Bereitschaftsdienst nur dann angeordnet werden, wenn zu erwarten ist, dass zwar Arbeit anfällt, erfahrungsgemäß aber die Zeit ohne Arbeitsleistung überwiegt.
    Nach der aktuellen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes ist Bereitschaftszeit gleich Arbeitszeit. Hierfür wurden außerdem besondere Vergütungen vereinbart, zu deren Zahlung der Arbeitgeber verpflichtet ist. 
    Unter Rufbereitschaft versteht man die Verpflichtung von Beschäftigten, sich an einem Ort aufzuhalten, der dem Arbeitgeber bekannt ist, um auf dessen Abruf die Arbeit aufzunehmen.
    Der Arbeitgeber darf Rufbereitschaft nur anordnen, wenn erfahrungsgemäß lediglich in Ausnahmefällen Arbeit anfällt. Hiervon betroffene Personen müssen während der Rufbereitschaft zumindest telefonisch erreichbar sein. 
    Zeiten für Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft werden besonders vergütet, kommen aber für Auszubildende ohnehin nur in Ausnahmefällen in Frage.
  • Berichtsheft

    Über die Inhalte deiner Ausbildung und den Unterricht in der Berufsschule musst du einen genauen Ausbildungsnachweis führen, das sogenannte Berichtsheft. Das darfst du während der Arbeitszeit machen. Alle Ausbildungsnachweise musst du bei der Abschlussprüfung vorlegen, anderenfalls wirst du nicht zur Prüfung zugelassen.

    Dein Ausbildungsnachweis ist in Streitfällen, zum Beispiel wenn du die Abschlussprüfung nicht bestanden hast, der einzige Nachweis über deine tatsächlich absolvierten Ausbildungsabschnitte. Deshalb ist es wichtig, dass du alles genau dokumentierst. Dazu gehört auch, wie viele Unterrichtsstunden in der Ausbildung ausgefallen sind, welche Inhalte vermittelt worden sind und was genau du in der Ausbildung gemacht hast.

    Deine Ausbildungsnachweise werden mindestens einmal im Monat von deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder geprüft. Du kannst die Nachweise schriftlich oder elektronisch führen.

  • Berufsakademie

    Wer an einer Berufsakademie (BA) studiert, wechselt in der Regel nach rund drei Monaten Studium in Betrieb oder Dienststelle und umgekehrt. Auf diese Weise soll wissenschaftliches Denken mit den Erfahrungen der Arbeitswelt verbunden werden.

    Wenn du an einer BA studierst, hast du die gleichen Rechte und Pflichten wie alle anderen Beschäftigten. Die JAV und der Betriebs- oder Personalrat sind für dich zuständig.

    Auch BA-Studierende dürfen sich an den JAV-, Betriebs- oder Personalrats-Wahlen beteiligen. Du darfst dich sogar zur Wahl aufstellen lassen, also selbst kandidieren. Frag bei deiner JAV, beim Betriebs- oder Personalrat, wann gewählt wird und wie du aktiv werden kannst (siehe auch duales Studium)!

    Übrigens: Nicht alle Landesgesetze sind gleich formuliert und so sind in wenigen Bundesländern dual Studierende bisher noch nicht berechtigt, die JAV zu wählen oder dafür zu kandidieren (z. B. weil sie nur einen Vertrag mit der Hochschule, aber nicht mit Betrieb oder Dienststelle haben oder weil sie nicht als „zu ihrer Berufsausbildung beschäftigte Arbeitskräfte“ geführt werden, sondern als „Auszubildende“).

    Dieser Missstand ist für uns inakzeptabel, wir von der ver.di Jugend fordern ein bundesweit einheitliches Stimm- und Kandidaturrecht bei JAV-Wahlen für alle dual Studierenden!

  • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

    Du hast einen Ausbildungsplatz gefunden, aber der ist weit weg von zu Hause? Unter bestimmten Bedingungen hast du dann Anspruch auf finanzielle Unterstützung vom Staat.

    Du erhältst Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), wenn du während der Ausbildung nicht bei deinen Eltern wohnen kannst, weil dein Betrieb oder die Dienststelle vom Elternhaus zu weit entfernt ist. Bist du über 18 Jahre alt oder verheiratet oder hast mindestens ein Kind, kannst du auch BAB erhalten, wenn du in erreichbarer Nähe zum Elternhaus lebst.

    Anspruch auf BAB besteht für die gesamte Ausbildungsdauer. Über den Anspruch und die Höhe wird in der Regel für 18 Monate (Bewilligungszeitraum) entschieden. Wichtig ist, dass der Antrag rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit in deinem Wohnort gestellt wird – am besten vor Beginn der Ausbildung. Wird die BAB erst danach beantragt, wird sie rückwirkend längstens ab Monatsbeginn nach Antragstellung geleistet.

    Ob und in welcher Höhe eine Beihilfe gezahlt wird, ist von der Höhe deiner Ausbildungsvergütung und des Einkommens deiner Eltern abhängig.

    Informationen und Anträge zur BAB erhältst du bei allen Arbeitsagenturen. Mehr Infos vor Ort, telefonisch oder im Internet unter www.arbeitsagentur.de.

  • Berufsbild

    Hinweise für Pflegeberufe und Hebammen
    Unter einem Berufsbild versteht man die Beschreibung der Elemente eines Berufes wie Vorbildung, Ausbildung, Tätigkeiten, Verdienstmöglichkeiten etc. Im Ausbildungsberufsbild sind Kompetenzen beschrieben, die durch die Ausbildung erworben oder weiterentwickelt werden sollen. Das Berufsbild ist Bestandteil jeder Ausbildungsordnung.
    Für die Pflegeberufe und Hebammen ergibt es sich aus den Ausbildungszielen, die in den Berufsgesetzen formuliert sind. Die konkreten Aufgaben der Pflege Berufsbildungsgesetz sind jedoch nirgendwo hinreichend festgelegt. Sie haben sich vielmehr im Lauf der Zeit herausgebildet und leiten sich in der Realität aus dem Weisungsrecht der Ärzteschaft und aus der Arbeitsorganisation der Krankenhäuser und Pflegedienste ab.
    Dabei werden oft ärztliche Tätigkeiten delegiert, ohne dass diese auch im Berufsbild berücksichtigt werden und daher eigentlich gar nicht eigenverantwortlich aus geführt werden können.
    Hebammen dürfen hingegen Geburtshilfe selbstständig leisten. Für Ärztinnen und Ärzte gilt sogar eine Hinzuziehungspflicht – außer in Notfällen muss bei Geburten eine Hebamme hinzugezogen werden.
  • Berufsbildungsausschuss

    Jede zuständige Stelle, beispielsweise die IHK oder die HWK, ist verpflichtet, einen Berufsbildungsausschuss einzurichten und zu allen wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung seinen Rat einzuholen. Dazu gehören alle grundsätzlichen und wesentlichen Aspekte der Berufsausbildung und -vorbereitung, der beruflichen Fortbildung und Umschulung.

    Den größten Einfluss hat der Ausschuss auf das Prüfungswesen, indem er sich am Erlass der Prüfungsordnungen beteiligt. Als weitere wichtige Aufgabe arbeitet der Berufsbildungsausschuss an einer stetigen Verbesserung der Ausbildungsqualität.

    Auch wir von der ver.di Jugend sind in den Berufsbildungsausschüssen vertreten und engagieren uns für die Interessen der Auszubildenden. Das können wir umso besser, je mehr wir sind – sei dabei und rede mit!

  • Berufsbildungsgesetz (BBiG)

    Das Berufsbildungsgesetz (kurz BBiG, PDF-Download) ist die gesetzliche Grundlage für die betriebliche Ausbildung, Berufsvorbereitungsmaßnahmen, Fortbildungsmaßnahmen und die berufliche Umschulung. Vom Ausbildungsvertrag bis zur Abschlussprüfung (Stichwort Prüfung) – im BBiG sind alle Rechte und Pflichten der Ausbildungskräfte und Auszubildenden geregelt.

    Wenn du eine Ausbildung im Handwerk machst, zum Beispiel als Friseurin oder Friseur, gilt für dich außerdem die HwO.

    Hinweise für Pflegeberufe und Hebammen: Hier gilt das BBiG leider nicht. Stattdessen wurden für diese Berufe gesonderte Gesetze erlassen, die allerdings nur teilweise das BBiG ersetzen können.

    Das bedeutet zum Beispiel, dass in den Pflegeberufen und für angehende Hebammen

    • eine längere Probezeit von sechs Monaten gilt (das BBiG sieht maximal vier Monate vor),
    • häufig keine Ausbildungsrahmenpläne vorgelegt werden, 
    • die Ausbildung der Lehrkräfte für Pflege noch nicht den allgemein gültigen Standards für Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen entspricht,
    • Prüfungen nicht zweimal wiederholt werden können, 
    • die Ausbildung nicht verkürzt und nicht unabhängig vom Bestehen der Prüfung verlängert werden kann, 
    • eine Fehlzeitenregelung existiert.
    Nähere Informationen dazu bekommst du von deiner JAV, dem Betriebs- oder Personalrat bzw. deiner Mitarbeitervertretung.
  • Berufsschule

    Während deiner Ausbildung hast du ein Recht darauf, auch in der Berufsschule ausgebildet zu werden. Deine Ausbildungsstätte muss dich für den Besuch der Berufsschule von der Ausbildung im Betrieb oder in der Dienststelle freistellen. Zur Berufsschule zu gehen gehört also zu deiner Ausbildung und die Zeit, die du dort verbringst, wird dir auf deine Arbeitszeit angerechnet. Und zwar auch die Pausen und die Wegstrecke zwischen Berufsschule und Betrieb oder Dienststelle. Es kann sein, dass du vor oder nach der Berufsschule noch in deine Ausbildungsstätte musst.

    Du bist unter 18? Dann musst du nach JArbSchG vor der Berufsschule nicht mehr in deine Ausbildungsstätte, wenn der Unterricht vor neun Uhr morgens beginnt. Auch bei Blockunterricht und mindestens 25 Stunden pro Woche musst du nicht mehr zusätzlich in den Betrieb oder deine Dienstelle. Ebenso wenig nach einem Berufsschultag mit über fünf Unterrichtsstunden à 45 Minuten – hier gilt das aber nur einmal pro Woche: Musst du an einem zweiten Tag zur Berufsschule, darf deine Ausbildungsstätte fordern, dass du danach noch dort erscheinst.

    Du bist über 18? Dann musst du – abhängig von verschiedenen Faktoren – womöglich vor oder nach der Berufsschule noch weiter zum Betrieb oder zur Dienststelle. Eine genaue Beratung bekommst du von deiner ver.di Jugend.

  • Besoldung

    Beamte und Beamtinnen erhalten kein Gehalt, das in einem Tarifvertrag ausgehandelt wurde, sondern werden besoldet. Die Besoldung wird am Monatsanfang im Voraus gezahlt. Das soll die finanzielle Unabhängigkeit der Bediensteten sicherstellen und Korruption vermeiden. Die Zuordnung eines Amtes zu einer Besoldungsgruppe folgt dem Grundsatz der funktionsgerechten Besoldung.

    Es werden folgende Besoldungsgruppen unterschieden:

    • Besoldungsgruppe A: Beamt_innen mit aufsteigender Besoldung nach Dienstalter (A2 bis A16)
    • Besoldungsgruppe B: Beamt_innen mit fester Besoldung (B1 bis B11)
    • Besoldungsgruppe R: Richter_innen und Staatsanwält_innen (R1 bis R10, R1 und R2 mit aufsteigender Besoldung nach Lebensalter)
    • Besoldungsgruppe W: Professor_innen einschließlich Juniorprofessor_innen (ersetzt BesO C) (W1 bis W3)

    In den Besoldungsgruppen A und B sind Stellenzulagen für viele Aufgabenbereiche oder Funktionen vorgesehen (z.B. wird in gefährlichen Berufen eine Gefahrenzulage gewährt, etwa für Feuerwehrleute). Weitere Zulagen werden für Dienste zu ungünstigen Zeiten gezahlt (z.B. bei Polizei und Feuerwehr).

  • Beteiligung der Gewerkschaften bei beamtenrechtlichen Vorschriften

    Für Beamte und Beamtinnen gelten keine Tarifverträge. Dennoch haben Gewerkschaften Beteiligungsrechte, wenn es um die Gestaltung von Arbeitsbedingungen, die Höhe der Besoldung oder Urlaub geht. So haben sie ein Anhörungsrecht bei der Vorbereitung allgemeiner Regelungen des Beamtenverhältnisses – gemäß Bundesbeamtengesetz (§ 94) oder entsprechender Ländervorschriften. Die Gewerkschaften werden bei der Gesetzesvorbereitung vom Ministerium angehört und können aus Beamtensicht Stellung nehmen.

    ver.di fordert aber ein umfassendes Gestaltungsrecht und den Abschluss von öffentlich-rechtlichen Verträgen zur Festlegung der Arbeitsbedingungen in der Beamtenlaufbahn. Zudem fordert ver.di regelmäßig nach einer erfolgreich abgeschlossenen Tarifrunde für den öffentlichen Dienst oder Tarifrunde der Länder die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtenlaufbahn. Um hierbei an Durchsetzungskraft zu gewinnen, ist es erforderlich, dass sich auch Beamtinnen und Beamte in ver.di organisieren und sich für ihre gemeinsamen Interessen im Rahmen ihrer Möglichkeiten engagieren.

  • Betriebsrat

    Hast du Zoff auf Arbeit? Behält man dir deine Rechte vor? Oder hast du eine Idee, was man in deinem Betrieb oder in der Dienststelle bessermachen könnte? Dann ist neben deiner JAV dein Betriebs- oder Personalrat die richtige Adresse. Bei Fragen und Problemen rund um die Arbeit ist dieses Gremium die erste Anlaufstelle für dich und alle anderen Beschäftigten.

    Der Betriebsrat ist aber auch eure Interessenvertretung gegenüber der Geschäftsleitung. Der Betriebsrat handelt Betriebsvereinbarungen aus und achtet darauf, dass sie auch eingehalten werden – genauso wie die Rechte der Beschäftigten, die in Gesetzen und Tarifverträgen festgelegt sind.

    Gewählt wird der Betriebsrat alle vier Jahre von allen volljährigen Beschäftigten, auch von den Auszubildenden. Voraussetzung ist, dass der Betrieb mehr als fünf Beschäftigte hat.

  • Betriebsvereinbarung

    Ob du nach der Berufsschule wieder zur Arbeit musst, wie viel Weihnachtsgeld die Beschäftigten bekommen, welche Maßnahmen Betriebe ergreifen müssen, um die Gesundheit ihrer Angestellten zu schützen – viele solcher Fragen sind im Tarifvertrag und in Gesetzen geregelt.

    Zusätzlich kann es aber noch Vereinbarungen geben, die der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung ausgehandelt hat, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern: die sogenannten Betriebsvereinbarungen. In ihnen kann es zum Beispiel um Arbeitszeit und Gleitzeit, Weiterbildung, Umweltschutz, Chancengleichheit oder den Abbau von Diskriminierung gehen.

    Welche Betriebsvereinbarungen für dich gelten, erfährst du bei der JAV oder beim Betriebsrat.

  • Betriebsversammlung

    Der Betriebsrat vertritt die Interessen der Beschäftigten. Sie sollen umgekehrt auch mit ihm diskutieren können und erfahren, was der Betriebsrat macht. Deshalb ist gesetzlich vorgesehen, dass der Betriebsrat einmal im Quartal eine Betriebsversammlung durchführt.

    Betriebsversammlungen gehören zur Arbeitszeit und werden auch innerhalb der Arbeitszeit durchgeführt. An diesen Versammlungen können alle Beschäftigten des Betriebes teilnehmen – auch die Auszubildenden. In der Betriebsversammlung berichtet der Betriebsrat über seine Tätigkeit. Es können dort alle Fragen besprochen werden, die die Beschäftigten des Betriebes betreffen.

  • Beurteilungsbogen

    Viele Betriebe und Dienststellen bewerten am Ende eines Lernabschnitts die Leistungen ihrer Auszubildenden, Anwärterinnen und Anwärter in einem Beurteilungsbogen. Oft findet sich in diesen Bögen nicht nur die sachliche Bewertung deines Ausbildungsstands, sondern auch ein subjektives Urteil deiner Ausbilderin oder deines Ausbilders wieder.

    Das ist nicht in Ordnung – besonders bei Anwärterinnen und Anwärtern nicht, weil die Beurteilungen zum Teil mit in die Note der Laufbahnprüfung (Stichwort Prüfung) eingehen können. Die Verfahrensweise ist unterschiedlich auf Länder- und Bundesebene geregelt und hängt auch davon ab, ob du den Vorbereitungsdienst im mittleren Dienst oder im gehobenen Dienst machst.

    Solltest du eine unfaire Beurteilung bekommen haben, kannst du bei deiner Ausbilderin oder deinem Ausbilder und bei der Personalabteilung Widerspruch einlegen. Wende dich aber vorher an deine JAV, deinen Betriebs- oder Personalrat.

    Alternativ zur klassischen Beurteilung können sogenannte Ausbildungsstandkontrollen (ASK) eingeführt werden, die den Lernstand der Anwärterinnen und Anwärter dokumentieren. Vielleicht ist das ein System für deinen Betrieb oder deine Dienststelle? Wenn du mehr über dieses Instrument wissen möchtest, melde dich bei deiner JAV und lasst euch gemeinsam von der ver.di Jugend vor Ort beraten!

  • Bildungsurlaub

    Bildungsurlaub, das sind bis zu zwei Wochen bezahlte Freistellung von der Arbeit oder Ausbildung zur beruflichen oder politischen Weiterbildung, z. B. durch Sprachunterricht oder PC-Kurse. In einigen Bundesländern hast du darauf auch während deiner Ausbildung oder deines Vorbereitungsdienstes Anspruch.

    Wie viel Bildungsurlaub dir zusteht und wie du deinen Anspruch wahrnehmen kannst, erfährst du als Anwärterin oder Anwärter aus den Bildungsurlaubsgesetzen der Länder und aus den für dich geltenden Sonderurlaubsverordnungen – oder natürlich bei deiner ver.di Jugend vor Ort!

    Auch die ver.di Jugend hat zahlreiche Seminare im Angebot, für die ihr euren Bildungsurlaub in Anspruch nehmen könnt. Mehr dazu auf http://jugend.verdi.de/weiterbilden.

  • Blutentnahmen

    siehe Injektionen

  • Bossing

    Bossing (von engl. Boss = Chef oder Chefin) ist eine besondere Form des Mobbings, bei dem z.B. Auszubildende aufgrund angeblicher Fehler oder Schwächen von Vorgesetzten schikaniert und gedemütigt werden. Das soll meist die eigene Macht demonstrieren. So wird er oder sie z. B. vor dem Team lächerlich gemacht oder bekommt Aufgaben, die nicht bewältigt werden können.

    Aus eigener Kraft kommen Betroffene aus dieser Falle häufig nicht heraus. Vorgesetzte scheinen am längeren Hebel zu sitzen. Der psychische Druck ist enorm, der Verlust der Arbeits- oder Ausbildungsstelle droht. Betroffene sollten dringend und schnellstmöglich professionelle Hilfe und Beratung suchen. Eine erste Anlaufstelle kann auch deine ver.di vor Ort sein.

  • Brutto

    Dein Brutto(-verdienst, -lohn oder -gehalt) ist deine Vergütung vor Abzug der Steuern und SozialversicherungsbeiträgeBeamtinnen und Beamten werden von ihrer Besoldung lediglich Steuern abgezogen, denn sie müssen selbstständig für ihre Versicherungen aufkommen.

    Nach Abzug der jeweiligen Beträge wird von Nettogehalt oder Netto gesprochen.