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  • Übernahme nach der Ausbildung

    Du hast die Prüfung bestanden und deine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Und jetzt?

    Ein grundsätzliches Recht auf Weiterbeschäftigung hast du leider nicht, da der Ausbildungsvertrag zweckbefristet ist. In manchen Branchen ist die Übernahme nach der Ausbildung allerdings im Tarifvertrag oder in sonstigen Vereinbarungen (z.B. Betriebs- oder Dienstvereinbarungen) geregelt. Hier werden Auszubildende nach Bestehen ihrer Prüfung für eine bestimmte Zeit oder auch unbefristet übernommen.

    Einen Rechtsanspruch darauf haben sie aber nur, wenn sie Gewerkschaftsmitglied sind. Du solltest dich mindestens drei Monate vor Ausbildungsende darüber informieren, welche Regelung für dich gilt.

    Falls deine Geschäftsleitung nicht mit der Sprache rausrückt, ob er oder sie dich weiterbeschäftigen will: Setz dich sofort mit deiner JAV, dem Betriebs- oder Personalrat oder mit deiner ver.di Jugend vor Ort in Verbindung. Gemeinsam lässt sich mehr erreichen, selbst wenn es nur eine befristete Übernahme ist!

    Hinweise für die Beamtenlaufbahn:
    Die Ausbildung für die Beamtenlaufbahn endet mit dem Abschluss des Vorbereitungsdienstesund damit auch der Status „Beamtin bzw. Beamter auf Widerruf“. Im Regelfall werden Anwärterinnen und Anwärter anschließend übernommen und ins „Beamtenverhältnis auf Probe“ berufen. Gerade in letzter Zeit wurde aber immer wieder von dieser Praxis abgewichen.

    ver.di setzt sich auch weiterhin für den nahtlosen Übergang in ein Beamtenverhältnis auf Probe ein! Näheres zu den Möglichkeiten deiner Übernahme erfährst du bei deiner JAV und deinem Personalrat.

    Möchtest du dich nach dem Vorbereitungsdienst umorientieren und in die private Wirtschaft wechseln, kann das mit Hürden verbunden sein. Mehr zum Thema erfährst du unter dem Stichwort Wechsel in die Privatwirtschaft.

  • Überstunden

    Wenn die Geschäftsleitung bzw. dein Dienstherr will, dass du Überstunden machst, muss er oder sie sich erst die Zustimmung des Betriebs- bzw. Personalrats holen. Überstunden, die du leistest, müssen dem Ausbildungszweck dienen. Außerdem muss ein entsprechender Zeitausgleich vereinbart sein.

    Wenn du unter 18 bist, darfst du keine Überstunden machen. Einzige Ausnahme: Du willst einen freien Tag zwischen einem Feiertag und einem Wochenende machen und arbeitest vor – dann aber täglich höchstens eine halbe Stunde.